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01:14 31.08.2018
Bei Depressionen hilft nicht nur der Arzt, sondern weißt auch der Apotheker Rat. Quelle: Foto: r

Hier übernehmen die Apotheker wichtige Aufklärungsarbeit“, sagte die Apothekerin Prof. Kristina Friedland.

Behandelt werden Depressionen vor allem mit Arzneimitteln und Psychotherapie. Bei saisonal auftretenden Depressionen kann einigen Patienten eine Lichttherapie helfen. Die verwendeten Lampen sollten mindestens 10.000 Lux hell sein. „Zur Lichttherapie gehört, dass man mit offenen Augen an den Lampen vorbei sieht. Bleiben die Augen geschlossen wie im Solarium, wird keine Wirkung eintreten“, erläuterte Friedland.

„Im persönlichen Gespräch Mut machen“

Die Antidepressiva unterscheiden sich vor allem in ihren Nebenwirkungen. Gemein ist allen Medikamenten, dass die Stimmungsaufhellung erst nach einigen Wochen eintritt. Begleitende Wirkungen wie Mundtrockenheit, Erbrechen oder Übelkeit setzen hingegen sofort ein. Das hat eine schlechte Therapietreue zur Folge: Rund 30 bis 40 Prozent der Patienten nehmen die Antidepressiva nach den ersten Wochen nicht mehr ein und zweifeln daran, ob die eigene Depression überhaupt behandelbar ist. Friedland: „Hier ist die Information des Apothekers gefragt: Er kann seinen Patienten im persönlichen Gespräch Mut machen. Denn viele Nebenwirkungen klingen bei einer dauerhaften Einnahme nach zwei bis drei Wochen ab, während die antidepressive Wirkung erhalten bleibt.“

Einige Nebenwirkungen lassen sich durch den richtigen Einnahmezeitpunkt verhindern. So können manche Medikamente, die abends eingenommen werden, die Schlafstörungen im Rahmen des depressiven Syndroms in den ersten Wochen der Therapie verschlechtern. Wer Antidepressiva einnimmt, sollte sich deshalb auch von seinem Apotheker beraten lassen.

Rückfälle verhindern

Wer bereits mehrmals im Leben an einer depressiven Episode litt, sollte nach dem ersten Ansprechen der Medikamente diese noch mindestens vier bis sechs Monate lang einnehmen. So können Rückfälle verhindert werden. Bei einer längerfristigen Einnahme sollten Antidepressiva nicht abrupt abgesetzt werden, sondern die Dosis sollte nach und nach reduziert werden.
Neben den psychischen Beschwerden kann sich eine Depression auch in körperlichen Beschwerden wie Rücken- oder Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Schwindel oder einem Engegefühl in der Brust zeigen. Depressionen können auch die Folge anderer Erkrankungen sein. Als Ursachen kommen unter anderem Herzinfarkte, Demenz oder Infektionen in Frage. Auch Substanzmissbrauch oder die hochdosierte Einnahme von Kortison kann eine Depression auslösen. ABDA

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