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Augenheilkunde Augeninnendrucksenkung mit dem Trabektom
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08:22 30.09.2016
Das OP-Team der Augenklinik an der Universitätsmedizin Göttingen. Quelle: r
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Das Trabektom-Gerät vereinigt die Eigenschaften eines Elektrokauters mit Irrigation und Aspiration. Unter kontinuierlicher gonioskopischer Sicht erfolgt die gezielte, selektive, kontinuierliche Abtragung des Trabekelwerks und der inneren Wand des Schlemm`schen Kanals über 3 - 4 Uhrzeiten. Für den Zugang wird ein kleiner, temporal am Rand der Cornea platzierter Schnitt benötigt; die Bindehaut bleibt unangetastet. Durch die Entfernung von Trabekelmaschenwerk und innerer Wand des Schlemmkanals wird der Abfluss des Kammerwassers aus der Vorderkammer bis zu den Sammelkanälen erleichtert und so der Augeninnendruck als Risikofaktor zur Glaukomentstehung verringert.

Es kann bei verschiedenen Glaukomtypen, insbesondere beim sogenannten PEX-Glaukom, bei Versagen oder Unverträglichkeit einer rein medikamentösen Therapie durchgeführt werden. Ziel der Operation ist eine Reduktion der Druckmedikation, meist kann aber nicht vollständig auf die Verwendung von Augentropfen verzichtet werden. Der Erfolg einer eventuell künftigen Trabekulektomie wird durch den vorigen Trabektomeinsatz nicht beeinflusst. Die Kombination mit einer Kataraktextraktion verstärkt den gewünschten drucksenkenden Effekt

Um die Erfolgsquote dieses Operationsverfahrens zu steigern, sollte die Patientenauswahl folgende Kriterien erfüllen:

  • intraokularer Zieldruck < 21mmHg
  • Ausgangsdruck < 30mmHg
  • Insbesondere Patienten mit Pseudoexfoliationsglaukom (=PEX)
  • Bereitschaft der Patienten auch postoperativ topische Antiglaukomatosa anzuwenden
  • Erfordernis einer schnellen Rehabilitation durch diesen minimalinvasiven Eingriff
  • Simultane Kombinationsoperation mit Kataraktextraktion und Kunstlinsenimplantation möglich.

Dr. Dirk Bahlmann, Oberarzt der Augenklinik der UMG

PD Dr. van Oterendorp, Oberarzt der Augenklinik der UMG

Prof. Dr. Hans Hoerauf, Direktor der Augenklinik der UMG

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