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Innere Medizin Funktionsstörungen der Nieren erkennen
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00:18 31.08.2018
Quelle: Mischke

Sofern keine rechtzeitige Diagnose und Therapie erfolgen, entwickelt sich eine langsame aber kontinuierliche Verschlechterung der Nierenleistung. Ab einem gewissen Punkt besteht nur noch die Möglichkeit zur Nierenersatztherapie, (Dialysetherapie), was für betroffene Patienten eine erhebliche Belastung und Veränderung der Lebensqualität bedeutet. Diese „chronische Niereninsuffizienz“ ist deshalb so gefährlich, weil die Patienten über lange Zeit keine oder nur minimale Beschwerden bemerken (anders etwa als bei „Nierensteinen“). Frühsymptome sind oft sehr unspezifisch:

• Müdigkeit
• Abgeschlagenheit
• Kopfschmerzen
• Inappetenz
• Schwindel

Erst in späteren Stadien, und zumeist dann, wenn mit Hilfe einer Anpassung von Medikamenten und Lebensweise der Krankheitsprozess kaum mehr aufgehalten werden kann, leiden betroffene Patienten unter typischeren Beschwerden wie Körpergewichtszunahme mit Luftnot, Juckreiz und Hautveränderungen oder Verwirrtheit. Dann ist es jedoch oft zu spät! Unser Ziel ist daher die möglichst frühe Erkennung und Behandlung einer beginnenden Nierenfunktionsabnahme. Durch Analysen von etwa Blutdruck, Blut- und Urinwerten, auch mittels moderner proteomischer Analytik und sonographischer Verfahren ist eine Früherkennung der chronischen Niereninsuffizienz möglich. Dann kann gezielt mit Medikamenten und verschiedene allgemeine Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und körperliche Bewegung die Nierenschädigung aufgehalten oder deren Fortschreiten zumindest verlangsamt werden. Um Nierenschwäche, Bluthochdruck und deren Auslöser zu erkennen und zu behandeln, möchten wir Ihnen sehr gerne unsere Hilfe anbieten. Hierfür haben wir seit Jahren verschiedene stationäre Behandlungsmöglichkeiten, Sprechstunden bzw. Funktionsbereiche eingerichtet:

• Nierensprechstunde
• Hochdrucksprechstunde (von der Deutschen Hochdruckliga zertifiziertes Hochdruckzentrum)
• Kardio-Renale Sprechstunde
• Prädialysesprechstunde
• Transplantationssprechstunde
• spezielle Urindiagnostik- und Ultraschalleinheit (siehe Bild)
•  Dialyse- und Apheresestation
• allgemeine nephrologische Station und nephrologische Intensivstation

Wir sind auch mit selteneren Krankheitsbildern wie etwa dem Morbus Fabry (einer genetisch bedingten Speicherkrankheit) gut vertraut und haben uns zudem auf die Diagnostik und Behandlung von schwersten Fällen des Bluthochdrucks spezialisiert („Barorezeptortherapie“). Patienten, die gleichzeitig an einer Nieren- und Herzkrankheit leiden, bieten wir die Möglichkeit einer fachübergreifenden Betreuung (Kardio-Renale Sprechstunde).

Schließlich verfügen wir über die Möglichkeit zur invasiven Untersuchung der Nieren. Mittels einer speziellen Nadel wird in örtlicher Betäubung unter Ultraschallsicht eine kleine Gewebeprobe aus einem der beiden Organe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Dies ist bei der genauen Diagnosefindung von Nierenerkrankungen sehr hilfreich. Wir bieten Ihnen unsere Beratung und Hilfe an.   R

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Klinik für Nephrologie und Rheumatologie
Universitätsmedizin Göttingen

Robert-Koch-Straße 40
37075 Göttingen

Telefon
0551 - 39-22720
0551 - 39-13792
0551 - 39-8409

Privatsprechstunde
0551 / 39-65309
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E-Mail
nephrorheuma@med.uni-goettingen.de

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