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Kardiologie Schmerzen im Brustkorb
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00:19 31.08.2018
Quelle: Foto: r

Abgesehen von einer koronaren Erkrankung, was kann Schmerzen im Brustkorb außerdem auslösen?
Rücken und Bauchleiden können Thoraxschmerzen ebenso auslösen wie schwerwiegende Erkrankungen. Außer eines Herzinfarktes können das eine Lungenembolie oder auch ein Pneumothorax sein, bei dem Luft zwischen Brustkorb und Lunge gelangt und die Atmung massiv behindert. Schmerzen im Brustkorb sollten daher immer ernst genommen und schnellstmöglich abgeklärt werden.

Gibt es Begleiterscheinungen, die Betroffenen helfen könnten, das Symptom einzuschätzen?
Außer über die Schmerzen im Brustkorb klagen Patienten bei einem Herzinfarkt auch über Übelkeit, Atemnot oder Angstgefühle, mitunter schwitzen sie sehr stark. Bei einem Pneumothrorax geht der Schmerz mit Atemnot einher. Es gilt bei Patienten mit akuten Thoraxschmerzen so schnell wie möglich diese Erkrankungen auszuschließen beziehungsweise zu diagnostizieren.

Warum ist der Faktor Zeit so wichtig?
Wenn ein Herzinfarkt die Ursache für die Schmerzen ist, kommt es auf Minuten an. Je früher der Infarkt behandelt werden kann, desto besser sind die Heilungschancen. Um zu vermeiden, dass wertvolle Zeit verloren geht, nehmen wir Mediziner alle Symptome sehr ernst und schließen dann nach und nach Erkrankungen aus.

Wie kann man sich dieses Ausschlussverfahren vorstellen, welche diagnostischen Verfahren wenden Sie an?
Wir beginnen unsere Untersuchung mit den am schnellsten verfügbaren Methoden. So kann zum Beispiel auch bereits der Notarzt erste Erkrankungen ausschließen und somit ein geeignetes Krankenhaus auswählen. Bestätigt sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt, wird der Patient umgehend in eine Einrichtung mit einem Herzkatheterlabor, wie das St. Martini Krankenhaus in Duderstadt, eingeliefert.

Hier erfolgen die weitere Diagnose und die Therapie?
Richtig. Angenommen, der Verdacht auf eine Erkrankung der Herzkranzgefäße erhärtet sich, untersuchen wir den Patienten bei uns zunächst in unserem Herzkatheterlabor. Stellen wir dann zum Beispiel einen Verschluss eines Herzkranzgefäßes fest, können wir diesen mit einem Ballonkatheter öffnen. Darüber hinaus können wir aber auch Stents oder Defibrillatoren implantieren.

Patienten mit einer möglichen Herzerkrankung sind bei Ihnen also gut aufgehoben.
Ja, uns stehen eine moderne Funktionsdiagnostik und ein hervorragend ausgerüstetes Herzkatheterlabor zur Verfügung. Sollten wir im Laufe der Untersuchungen eine akute lebensbedrohliche Erkrankung ausschließen können, stimmen wir uns eng mit unseren weiteren Fachabteilungen und der Intensivstation ab..   r

KONTAKT

St. Martini Krankenhaus Duderstadt

Dr. med. Michael Bömeke
Chefarzt Kardiologie
Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Kardiologie, Zusatzqualifikation
Rettungsmedizin

Telefon
05527 - 842-380

Email
hkl@kh-dud.de

Internet
www.krankenhaus-duderstadt.de

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