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00:36 31.08.2018
Ganzheitliche Betreuung in der IKO. Quelle: KIMMEL

„Vor 25 Jahren war vieles noch ganz anders“, sagt Prof. Lorenz Trümper, Direktor der Abteilung Hämatologie und Medizinische Onkologie in der UMG. Patienten, die heute in der IKO-Station ambulant betreut werden können, waren vor 25 Jahren noch Kandidaten für die stationäre oder gar intensivmedizinische Behandlung. „Es hat sich in dieser Zeit unglaublich viel entwickelt in der Behandlung von Krebspatienten“, so der Chefarzt. Trümper ist seit dem Jahr 2000 Klinikleiter in der UMG, sein Vorgänger hat die IKO auf den Weg gebracht – damals als erste Einrichtung dieser Art an einer Uniklinik bundesweit. Heute gibt es eine IKO nach Göttinger Vorbild an fast jedem größeren Krankenhaus.

„Eine Perle der UMG“

Ärzte, Pfleger und Helfer der IKO verstehen sich als ein Team, so der Chef. Dem stimmen die Ärzte Dr. Tobias Overbeck, PD Dr. Annalen Bleckmann und Stationsleitung Margit Klingebiel zu. „Die IKO ist etwas ganz Besonders“, so Trümper; „Eine Perle der UMG. Tumorpatienten aus fünf Kliniken werden hier von einem Team aus Ärzten dieser Kliniken unter fachlicher Leitung von unserer Klinik behandelt.“ In der IKO werden den Patienten nicht nur Medikamente wie Chemotherapien verabreicht, das Konzept beinhaltet eine ganzheitliche Betreuung; beispielsweise mit psychologischer Unterstützung, Ernährungsberatung und Physiotherapie.

Maßgeschneiderte Therapie

Der Vorteil der universitären ambulanten Behandlung ist unter anderem, dass der komplette Apparat einer Klinik der Maximalversorgung  im Haus zur Verfügung steht, also ein „top Niveau“, so die Ärzte der IKO. Die Patienten dürfen nach der Behandlung nach Hause.

Heute, so Overbeck, können zum Beispiel Lungenkrebs-Patienten lange mit der Erkrankung leben. Einer seiner Patienten ist seit 14 Jahren in der IKO in Behandlung.

Die Therapien werden immer maßgeschneiderter. Wenn vor 25 Jahren noch in einen klein- und einen nichtklein-zelligen Lungen-tumor unterschieden wurde, gibt es heute allein mehr als 30 Typen von großzelligem Lungenkrebs – und jeder Patient bekommt eine besondere, auf ihn zugeschnittene Therapie. „Personalisierte Medizin“ ist in der IKO an der Tagesordnung.

Von Jahr zu Jahr profitieren mehr Patienten aus dem gesamten Umkreis von dem ambulanten Behandlungskonzept. 1993 kam der erste Patient, zehn Jahre später waren es bereits knapp 1000 Menschen, die dort jährlich versorgt wurden. Im Jahr 2017 kümmerte sich das IKO-Team um 1629 Menschen, die medizinische Hilfe bekamen.   Bib

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