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Psychiatrie/Psychologie/Psychotherapie Seelische Wunden heilen
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00:50 31.08.2018
Ärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Göttingen: Dr. Ulrike Schmidt Quelle: RICHTER

Als Folge von Traumatisierungen in der Kindheit und Jugend können auch Persönlichkeitsveränderungen wie beispielsweise die Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderlinetyp (BPS) auftreten.

Diagnostik von Traumafolgestörungen

Für eine effektive Behandlung psychischer Erkrankungen ist eine fachgerechte Diagnostik unerlässlich, zur der bei der Erstdiagnostik klinische Routineuntersuchungen (bspw. Blutanalysen) gehören sollten. Für spezielle diagnostische Fragestellungen stehen wissenschaftlich validierte Fragebögen und Interviews zur Verfügung. Charakteristisch für die PTBS sind wiederholt auftretende, plötzlich einsetzende und unkontrollierbar erscheinende filmartige Erinnerungen an die schlimmsten Momente der traumatischen Erlebnisse (Flashbacks und Intrusionen), die mit dem Gefühl verbunden sind, das Trauma erneut zu durchleben. Dies kann bei einigen bis zum vorübergehenden Bewusstseinsverlust führen (dissoziativer Anfall). Zudem vermeiden die Betroffenen, über das Erlebte zu sprechen oder daran zu denken, sind schreckhaft und leiden oft am Gefühl der Gefühllosigkeit und an Albträumen.

Behandlung von Traumafolgestörungen

Aus Angst, über die Details der Erlebnisse sprechen zu müssen, vermeiden einige Patienten und Patientinnen mit Traumafolgestö-rungen jedoch, Ärzte oder Psychotherapeuten aufzusuchen. Die Konfrontation mit quälenden Erinnerungen soll jedoch nicht im Rahmen der Diagnostik oder zu Therapiebeginn geschehen, sondern erst gegen Ende der Behandlung und auch dann natürlich nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis der Betroffenen. Die wissenschaftliche Literatur zeigt, dass verhaltenstherapeutische Traumatherapieverfahren besonders wirksam sind, insbesondere die wiederholte behutsame Konfrontation mit Details der traumatischen Erlebnisse durch schrittweises Erzählen, aufschreiben oder aufzeichnen.

Wir bieten ambulante (60 Minuten pro Woche) und stationäre Behandlungen an. Insbesondere für Patienten/innen mit komplexer PTBS und BPS bieten wir zusätzlich eine DBT-Gruppentherapie an, in der die Regulation von Emotionen inklusive der Kontrolle selbstverletzenden Verhaltens und achtsamen Verhaltens besprochen und eingeübt wird. Neben der Psychotherapie bieten wir auch, sofern indiziert, eine begleitende medikamentöse Therapie an, die sich insbesondere zur Behandlung von Schlafstörungen und depressiven Symptomen eignet.   R

KONTAKT

Spezialambulanz für Traumafolgestörungen
Universitätsmedizin Göttingen
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Ulrike Schmidt

Von-Siebold-Straße 5
37075 Göttingen

Telefonsprechstunde und Terminvereinbarung
jeden Mittwoch
von 16 – 17:30 Uhr

Telefon
0551 - 39-66610

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