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Radiologie Diagnostik und Therapie
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00:00 30.09.2016
Operation mit Einsatz moderner Bildgebungstechnik. Quelle: r
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Seit kurzem ermöglicht die Positronenemissionstomographie (PET), in Kombination mit CT auch als PET-CT bekannt, einen Einblick in den Energieumsatz von Tumoren. Die zusätzliche Messung der Stoffwechselaktivität hilft Krebs genauer zu diagnostizieren und Behandlungsstrategien optimal zu überwachen. Hochmoderne radiologische Untersuchungsverfahren tragen so entscheidend zur Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen bei.

Trotz aller technischen Fortschritte ermöglichen diese Hochleistungsverfahren nur eine unvollständige Momentaufnahme des komplexen Biosystems Mensch. Nur die Kenntnis über die bisherigen Erkrankungen und das aktuell vorliegende Problem ermöglicht dem Radiologen, die beste Methode zu wählen. Die passgenau auf den jeweiligen Tumor zugeschnittene Kombination mehrerer Bildgebungsverfahren führt zur notwendigen Zuverlässigkeit der gewonnenen Informationen und ermöglicht das Ansprechen auf Therapien noch präziser zu beurteilen.

Bildgebende Verfahren beschränken sich jedoch nicht nur auf die Diagnose und Verlaufsbeurteilung von Krebserkrankungen. Vielmehr helfen radiologische Verfahren aktiv bei der Therapie. Bei der Mikrowellentherapie wird ein Tumorherd mit einer Nadel gezielt punktiert und mit Energie zerstört. Die Computertomographie ermöglicht das zielgenaue Einbringen der Mikrowellennadel in den Tumor.

Dieses Therapieverfahren ist ein nebenwirkungsarmer Ansatz um einen Tumorbefall von Leber oder Knochen zu kontrollieren. Insbesondere in der Leber können bei einem weiteren Verfahren Tumoren mit einem Katheter über die Hauptschlagader selektiv aufgesucht und Chemotherapeutika vor Ort verabreicht werden. Die niedrige Dosis durch lokale Anwendung reduziert die allgemeinen Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Die Radiologie mit ihren diagnostischen und interventionellen onkologischen Verfahren ist fest im klinischen Alltag verankert und Teil des behandelnden Arzt- und Pflegeteams. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht es, dem Patienten die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen.r

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