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16:28 07.08.2018
Quelle: Foto: r

Nach dem Medizinstudium und dem dritten Staatsexamen kann man in Deutschland die Approbation beantragen. Mit der Approbation erhält man die vollständige Berechtigung zur Ausübung des Arztberufes. Nach der Approbation erfolgt der Berufseinstieg als Assistenzarzt, und mit dem Antritt der ersten Stelle beginnt für junge Ärzte die Facharztausbildung.

Wer sich in Deutschland als Facharzt bezeichnet, hat in der Regel eine mindestens fünfjährige Weiterbildung auf einem bestimmten medizinischen Fachgebiet absolviert. Abgeschlossen wird sie mit einer Facharztprüfung vor der Landesärztekammer. Die medizinischen Fachrichtungen sind dabei sehr unterschiedlich, vor allem sind es viele.

Was ist ein Facharzt?

Mit abgeschlossenem Medizinstudium und gültiger Approbation können sich die Jungmediziner auf eine Stelle als Weiterbildungsassistent bewerben. Der Assistenzarzt legt sich auf eine medizinische Fachrichtung fest und erlernt dieses Fach während seiner ersten Berufsjahre.

Zu den medizinischen Fachbereichen zählen beispielsweise die Allgemeinmedizin, Chirurgie oder Innere Medizin. Die Spezialisierung auf eine bestimmte Fachrichtung erfolgt im Rahmen der ärztlichen Weiterbildungszeit meistens direkt nach dem Studium.

In der Weiterbildungszeit wird der Arzt als Assistenzarzt im jeweiligen Fachgebiet bezeichnet oder auch als Arzt in Weiterbildung. Zu den  Weiterbildungsstätten zählen Kliniken und Arztpraxen, die eine Weiterbildungsberechtigung haben.

Die Punkte, die im Weiterbildungskatalog festgelegt sind, müssen Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg zum Facharzt erfüllen und sich dies stet schriftlich vom Vorgesetzten bescheinigen lassen.

Abgeschlossene, mehrjährige Weiterbildung

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung wird der Facharzttitel erworben. Der Facharzt ist also ein Arzt mit einer abgeschlossenen, mehrjährigen Weiterbildung in genau einem medizinischen Fachbereich. Ein Facharzttitel wird benötigt, um bestimmte Tätigkeiten durchführen zu können. Seit den neunziger Jahren ist der Facharzttitel Voraussetzung für eine Zulassung als Vertragsarzt bei den gesetzlichen Krankenkassen. Daneben ist eine Ausbildung als Facharzt nötig, wenn eine spätere Tätigkeit als Oberarzt oder sogar als Chefarzt angestrebt wird. Auch für eine Niederlassung wird der Facharzt-Titel benötigt.  r

Infokasten

In Deutschland existieren insgesamt 33 medizinische Fachgebiete (Facharztrichtungen). Hierzu zählen beispielsweise die Allgemeinmedizin, die Augenheilkunde oder die Neurologie. Einige Facharztrichtungen wie die Chirurgie oder Innere Medizin sind dabei in weitere medizinische Fachgebiete unterteilt. Hier eine Übersicht über die 33 Fachrichtungen in Deutschland:
Facharzt für Allgemeinmedizin
Facharzt für Anästhesiologie
Facharzt für Anatomie
Facharzt für Arbeitsmedizin
Facharzt für Augenheilkunde
Facharzt für Biochemie
Chirurgie
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Facharzt für Humangenetik
Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin
Innere Medizin und Allgemeinmedizin
Facharzt für Gebiet Kinder- und Jugendmedizin
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Facharzt für Laboratoriumsmedizin
Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Facharzt für Neurochirurgie
Facharzt für Neurologie
Facharzt für Nuklearmedizin
Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen
Pathologie
Pharmakologie
Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin
Facharzt für Physiologie
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie        
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Facharzt für Radiologie
Facharzt für Rechtsmedizin
Facharzt für Strahlentherapie
Facharzt für Transfusionsmedizin
Facharzt für Urologie

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