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Kältetherapie Mit Kälte gegen den Schmerz – vom Eisbeutel bis zur Kältekammer
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01:17 10.08.2018
Bei Schmerzen kann nicht nur Wärme, sondern auch Kälte helfen. Quelle: Foto: r
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Dass Wärme bei Schmerzen helfen kann, ist vielen Menschen bewusst. So unterstützt zum Beispiel die einfache Wärmflasche bei Muskelverspannungen. Wärme entfaltet ihre Wirkungen im Sinne einer Schmerzdämpfung und Durchblutungs- beziehungsweise Stoffwechselsteigerung. Sie wirkt muskelentspannend und kann die Elastizität von Strukturen wie Bindegewebe verbessern. Nicht zu unterschätzen ist bei der Anwendung von Wärme auch die erholsame Wirkung, die zu Entspannung führen kann.

Schmerzlindernd und gesundheitsfördernd

Aber auch Kälte kann schmerzlindernd und gesundheitsfördernd wirken. Bei Profifußball beispielsweise als „Eisspray“ eingesetzt oder im Kindergarten, wenn es gilt, Schmerzen von Beulen zu reduzieren.

Kälte kann die Muskelspannung beeinflussen. Bei kurzzeitigem Kältereiz erhöht sich der Spannungszustand der Muskulatur. Wendet man Kälte länger an, ist jedoch auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Verkrampfungen werden gelockert, die Muskelaktivität sinkt. Kälte kann Schmerzen lindern, weil sie die Leitungsgeschwindigkeit von Nerven herabsetzt und Schmerzrezeptoren in ihrer Aktivität dämpft. Der Kältereiz reduziert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße am Ort der Anwendung zusammenziehen. Dadurch wird Schwellungen und Blutergüssen nach Verletzungen oder im Rahmen von Entzündungen entgegengewirkt.

Kälte als Therapieanwendung

Doch auch die Kältetherapie ist keine neue Erfindung. Kälte als Therapieanwendung ist sehr lange bekannt und wurde unter anderem bereits vom griechischen Arzt und „Vater der modernen Medizin“ Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.) erwähnt. Als bekanntester deutscher Vorläufer der Ganzkörperkältetherapie gilt für viele Menschen die Anwendung kurzer kalter Vollbäder nach Sebastian Kneipp. Die Ganzkörperkältetherapie in ihrer heutigen Form mit Kältekammern wurde von dem Japaner Toshima Yamauchi 1980 zur Behandlung der Rheumatischen Arthritis eingeführt. So gibt es auch in Deutschland Standorte an denen Kältekammern für Therapiemaßnahmen und Sportler zur Verfügung stehen.

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