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00:00 30.09.2016
Beratung von Experten ist auch zuhause möglich. Quelle: BVMed
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Sie umfassen Gegenstände, die beeinträchtigte Körperfunktionen ersetzen, erleichtern oder ergänzen, Körperersatzstücke und orthopädische Hilfsmittel.

Beratung bei Hilfsmittelversorgungen

Damit Krankenkassen medizinische Hilfsmittel bezahlen, müssen sie einen nachweisbaren therapeutischen Nutzen haben und sogenannte Medizinprodukte sein. Nach Medizinproduktegesetz (MPG) geprüfte Produkte sind mit einem CE-Kennzeichen zertifiziert. Das heißt für den Anwender: Diese Produkte sind sicher, leistungsfähig und eignen sich für die entsprechende Behandlung. Grundsätzlich kann aber jedes medizinische Hilfsmittel auch ohne Rezept frei im Fachhandel gekauft werden.

Kriterien für Hilfsmittelverordnung

Die Krankenkasse kann die Kosten für ein Hilfsmittel allerdings nur übernehmen, wenn der Vertragsarzt es verordnet hat. Im Bereich der Pflegeversicherung ist eine ärztliche Verordnung als Voraussetzung für die Abgabe eines Pflegehilfsmittels durch die Pflegekasse gar nicht vorgesehen. Es reicht aus, dass eine Pflegefachkraft oder der Medizinische Dienst (MDK) die Notwendigkeit des Pflegehilfsmittels feststellt.

Bei der Einschätzung des MDK zur medizinischen Notwendigkeit von Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln sind die Kriterien „Sicherung des Erfolges der Krankenbehandlung und Ausgleich der Behinderung“ einerseits und „Pflegeerleichterung, Linderung der Beschwerden oder Ermöglichung einer selbständigeren Lebensführung“ andererseits besonders zu beachten, da dies entscheidend ist für die Zuständigkeit der Krankenversicherung oder der Pflegeversicherung als Leistungsträger.

Hilfe zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

Reichen die vorliegenden Unterlagen für eine Beurteilung nach Aktenlage nicht aus, wird der Versicherte bei ausreichender Mobilität zu einer persönlichen Untersuchung beim MDK eingeladen. Zusammen mit dem Versicherten werden die Beeinträchtigungen mit ihren konkreten Beeinträchtigungen der Aktivitäten in seinem Lebensbereich erfasst.

Die Eignung des Hilfsmittels „Rollstuhl" wird zum Beispiel nicht allein durch die  Diagnose „Querschnittslähmung" mit der daraus resultierenden Störung der Aktivität „Gehen“ beeinflusst. Maßgeblich für die Eignung des verordneten Rollstuhls sind vor allem die Aktivitäten des Betroffenen in seinem persönlichen Umfeld im Alltag wie Wohnung und Familie und im Beruf – und damit die Beeinträchtigungen seiner Teilhabe am gesellschaftlichen Leben insgesamt.

Quelle: Medizinischer Dienst/bif (Birgit Freudenthal)

Bundesregierung plant neues Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG)

Der neue Entwurf zum Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG), das im März 2017 in Kraft treten soll, bietet für Leistungserbringer wie den Sanitätshäusern und Krankenkassen einige Neuerungen. So werden die Hilfsmittelerbringer verpflichtet, die Versicherten künftig beim Kauf von Rollatoren, Hörgeräten oder Inkontinenzartikeln besser zu beraten und die Beratung zu dokumentieren. Zudem sollen die Versicherten künftig grundsätzlich die Wahl zwischen mehreren aufzahlungsfreien Hilfsmitteln erhalten. Die Krankenkassen sollen bei der Ausschreibung von Hilfsmitteln die Qualität der Leistung stärker berücksichtigen dürfen: Neben dem Preis sollen zu mindestens 40 Prozent Qualitätsaspekte eine Rolle spielen.

Quelle: GKV

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