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00:33 31.08.2018
Für eine bestmögliche Versorgung arbeitet die Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen mit anderen Institutionen zusammen. Quelle: KIMMEL

Seit dem Jahr 2000 ist Prof. Lorenz Trümper Leiter der Abteilung. Es gab „einen gigantischen Fortschritt“, sagt der Chefarzt.

2001 eröffneten Trümper und sein Team die „Station Holland“. Eine Station für Transplantationen von Stammzellen und Knochenmark – oft die letzte Rettung für Bluttumorpatienten. Heute, so Trümper, werden in der Klinik jährlich 150 bis 160 Transplantationen ausgeführt. Damit ist sie eine der größten Einrichtungen dieser Art bundesweit. Ein nationaler und internationaler Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Lymphomen. Die Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie gehört dem Universitäts-Krebszentrum an, in dem alle onkologischen Disziplinen der UMG zusammen arbeiten. Darüber hinaus bestehen enge Partnerschaften zu weiteren Krankenhäusern in der Umgebung. 69 Betten zählt die Klinik. Die Experten um Trümper stehen außerdem den Kollegen aus den anderen Häusern des Netzwerkes – beispielsweise in Höxter, Hameln, Paderborn, Heiligenstadt und Kassel – mit Rat und Tat zur Verfügung.

Unabhängige Methode

„Bei uns in der UMG sollen die Patienten behandelt werden, die besonders schwer erkrankt sind”, sagt der Chefarzt. Behandlungskonzepte für jeden einzelnen Patienten werden in der UMG individuell und interdisziplinär in  sogenannten Tumorboards abgestimmt. Eine weitere Besonderheit der Klinik ist auch das „Indigho“, ein spezielles Labor für die molekulare Diagnostik der Bluterkrankungen. Dort wird die Genetik von Krebszellen analysiert – etwas, das nur wenige Labore können. Wie Trümper erklärt, könne man über die „hochspezialisierte und von kommerziellen Konzernen unabhängige Methode Neues zum Patienten bringen“.

Heute, so der Professor weiter, sei eine Krebsbehandlung extrem komplex und hochspezialisiert. Kein Mediziner allein könne über alle Tumore Bescheid wissen. Nur durch die Zusammenarbeit der Fachleute könne Spitzenmedizin und eine ganzheitliche Betreuung angeboten werden.

Im vergangenen Jahr wurden in der Klinik 1367 Fälle stationär aufgenommen, die an einer solchen bösartigen Erkrankung leiden, in manchen Jahren, wie beispielsweise 2014, lag die Zahl noch höher, bei mehr als 1600. In den vergangenen Jahren waren es stets mehr als 1000 Fälle pro Jahr.

Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen leicht steige, sinke die Sterblichkeit bei den Krebspatienten. Und: „Vor allem die Prävalenz steigt drastisch“, sagt Trümper. In der modernen Krebstherapie gehe es eben nicht nur um Leben und Tod, sondern auch um ein Weiterleben mit Krebs.„Heute werden manche Patienten, die mit 25 an Krebs erkranken, 70 Jahre alt“.    Bib

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Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie

Email
haematologie.onkologie@med.uni-goettingen.de

Internet
www.onkologie-haematologie.med.uni-goettingen.de

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