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14 neue Primatenarten entdeckt

Primatenzentrum: Forschungserfolge 14 neue Primatenarten entdeckt

Infektionsforschung, Neurowissenschaften, Primatenbiologie: Das sind die Themen, denen sich die Wissenschaftler am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) widmen. Bis zum 20. September stellt sich das Forschungsinstitut, das seit 35 Jahren besteht, der Öffentlichkeit vor mit Führungen und einem Science-Slam.

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Quelle: EF

Göttingen. Zu den größten Erfolgen aus 35 Jahren zählen unter anderem die Entwicklung eines BSE-Schnelltests, die Erkenntnis, dass Hirnzellen auch bei erwachsenen Primaten anatomisch und funktionell anpassungsfähig sind sowie die Entdeckung und Beschreibung von 14 Primatenarten. „Das DPZ hat stark zugelegt“, sagt Michael Lankeit, administrativer Geschäftsführer des Deutschen Primatenzentrums. „Wir haben unsere Mitarbeiterzahl in den letzten zehn Jahren verdoppelt und kürzlich unsere 400. Mitarbeiterin begrüßt.“ Dabei sind die vielen Helfer und Studenten an den vier Freilandstationen des DPZ in Peru, Senegal, Madagaskar und Indonesien noch gar nicht mitgezählt.

„Die wissenschaftliche Breite des Primatenzentrums, die von der Verhaltensforschung über die Stammzellbiologie und Genetik bis hin zu Infektionsforschung und Neurowissenschaften reicht, macht das Institut einzigartig in Europa und ist die Grundlage für seinen langjährigen Erfolg,“ sagt Ministerialrat Axel Kollatschny, Referatsleiter im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und Vorsitzender des DPZ-Aufsichtsrats. Dies zeigt sich auch am internationalen Renommee: Zur Zeit arbeiten Forscher aus 30 Ländern am DPZ. Dass Göttingen als Standort ausgewählt wurde, kam nicht von ungefähr. „Göttingen ist ein wissenschaftsorientierter Standort, der ein perfektes Umfeld für die Forschung bietet. Mit der Universität, den Max-Planck-Instituten und weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen entstehen immer wieder neue, fächerübergreifende Netzwerke, die anderswo so nicht denkbar wären“, ergänzt Stefan Treue, Direktor des DPZ.

In den nächsten Jahren sei nicht nur ein neues Multifunktionsgebäude geplant, sondern auch ein modernes Bildgebungszentrum. Treue: „Diese Technik wird es uns erlauben, dem Gehirn und dem Herzen bei der Arbeit zuzusehen. Dafür arbeiten wir unter anderem eng mit dem Deutschen Zentrum für Herzkreislaufforschung an der Universitätsmedizin zusammen“. Da es in einer immer älter werdenden Gesellschaft zunehmend wichtiger wird zu verstehen, welche Mechanismen den Alterungsprozess bestimmen, wird sich außerdem eine neue Abteilung mit dem Thema Altersforschung beschäftigen und eng mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Göttingen kooperieren.

Die Mitarbeiter des Deutschen Primatenzentrums halten in diesem Monat verschiedene Vorträge über ihre Arbeit und führen anschließend durch das Deutsche Primatenzentrum, Kellnerweg 4 in Göttingen. Interessierte ab 15 Jahren können sich anmelden.  Die Führungen ergänzen das Jubiläumsprogramm, in dessen Zentrum ein eineinhalbtägiges Symposium zur Primatenforschung  steht. Hier geht es am Donnerstag und Freitag, 13. und 14. September, um Themen wie Langzeit-Feldforschung auf Madagaskar oder die Rolle von Primaten als Modell in der Entwicklung moderner Therapiemethoden. Ergänzt werden die Vorträge durch zwei Diskussionsrunden, in denen es zum einen darum geht, welche Rolle und Aufgaben Wissenschaftler in der öffentlichen Debatte um Tierversuche haben und zum anderen um Karriereperspektiven und Unterstützungsangebote für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Etwas unkonventioneller wird es beim Science Slam am Donnerstag, 13. September, um 19.30 Uhr zugehen. Moderiert von Lars Wätzold von der Comedy Company Göttingen werden DPZ-Forscher in anschaulichen und unterhaltsamen Kurzvorträgen ihre Forschung im Institutsfoyer präsentieren und sich dem kritischen Publikum stellen.

eb

Zwei Vorträge mit Führung pro Woche werden bis 20. September im DPZ, Kellnerweg 4, angeboten. Anmeldung ist erforderlich unter der Telefonnummer                       0551/3851-0.

dpz.eu

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