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18 Millionen Euro für das Forum Wissen

Campus / Universität Göttingen 18 Millionen Euro für das Forum Wissen

„Das Forum Wissen wird ein entscheidender Baustein der Exzellenz-Strategie.“ Das hat Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel am Mittwoch verkündet. 18 Millionen Euro sind zusammengekommen, bereitgestellt von öffentlichen und privaten Förderern – für einen ersten Bauabschnitt.

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Universitätspräsidentin Ulrike Beispiegel im Gespräch mit Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Vor ihrer Berufung zur Präsidentin der Göttinger Universität habe sie im Wissenschaftsrat mitgearbeitet, der die Bundesregierung berät. Eine zentrale Empfehlung damals: Die Universitäten und Länder sollten sich besser um ihre kulturhistorischen Schätze und Sammlungen kümmern, berichtete Beisiegel. Als Präsidentin habe sie dies nun als Auftrag verstanden. Die derzeit 74 Teilsammlungen an 30 Standorten, so Dr. Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der zentralen Kustodie, sollen zum einen für Forschung und Lehre genutzt werden, zum anderen aber auch der Öffentlichkeit in Ausstellungen zugänglich gemacht werden.

Mit der Ausarbeitung des bereits vorliegenden Grundkonzeptes für das Forum Wissen, das in dem Gebäude des Zoologischen Museums, Berliner Straße 28, entstehen soll, hat die Universität Göttingen die Berliner Agentur „Die Exponauten“ beauftragt, die schon die Schau „on/off. Vom Nobelpreis und den Grenzen der Wissenschaft“ in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz entwickelte. Dr. Joachim Baur von der Agentur nennt den neuen Auftrag „eine faszinierende Aufgabe und große Herausforderung“. Der Historiker, Kulturwissenschaftler und freie Kurator will „das Tun der Wissenschaftler ins Zentrum stellen“, wobei die Sammlungen immer die Basis bleiben sollen. Ziel der Schau soll laut Baur „eine kritische Auseinandersetzung mit de Wissenschaft und ihrer Rolle in der Gesellschaft“ sein. Dabei soll sich die Ausstellung „auch mit den Räumen, in denen Wissenschaft betrieben wird befassen. Ein Labor, ein Hörsaal und Schreibtische könnten auftauchen, einen Markt will er inszenieren, eine Reise, vielleicht „auch einen Holzweg“.

Die Basisausstellung breite sich nur in einem Raum in dem Gebäude an der Berliner Straße aus, erläuterte Baur. Hinzu sollen Sonderausstellungen kommen. „Wir haben ein klares Gerüst. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir es füllen.“ Dazu will er mit Kollegen im Kooperation mit den Partnern von der Universität die Sammlungen durchforsten und Ausstellungsobjekte entdecken.

18 Millionen Euro sind für den ersten Bauabschnitt in dem Gebäude der ehemaligen Zoologie zusammengekommen. 10 Millionen Euro zahlt der Bund, 3,9 Millionen Euro seien beim Land beantragt, sagte Beisiegel. Die Stadt werde Geld beisteuern, auch die Universität. Als Stiftungsuniversität hätten sie zudem Gelder einwerben müssen. Unterstützt wird das Projekt mit 500 000 Euro von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Göttingen. „Wir sind davon überzeugt, dass das Forum nicht nur für Göttingen gut ist“, sagte Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen. Und Dr. Sabine Schormann von der Sparkassenstiftung hob hervor, dass das Forum Wissen das größte Einzelprojekt sei, das die Stiftung jemals gefördert habe. Weitere Förderer wie Ottobock Health Care, die AKB-Stiftung, die KWS Saat, Sartorius, Symrise, Tedox, die Stiftung Niedersachsen, die Thimm Group und Mahr sowie weitere kleinere Unternehmen haben eine weitere Million Euro beigesteuert.

Mit dem Geld sollen nun erst einmal nachträglich eingezogene Wände im künftigen Forum Wissen herausgerissen werden. Ziel ist es, den originalen Zustand von 1877 wieder herzustellen. Damals beherbergte der Bau das Naturhistorische Museum der Universität Göttingen. Ende 2019 soll das Forum Wissen eröffnet werden, so der Plan. Die Universität und die Stadt wollen mit der Einrichtung aufschließen zu Mitbewerbern wie Wolfsburg mit dem „Phaeno“ und Einbeck mit dem „PS Speicher“. Das Konzept, das Allmeyer für das Forum Wissen entwickelte, sei von den internationalen Gutachtern der Exzellenz-Initiative als „europaweit modellhaft“ bezeichnet worden, berichtete Unipräsidentin Beisiegel.

Von Peter Krüger-Lenz

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