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Göttingen Vier Preisträger in Göttingen ausgezeichnet
Campus Göttingen Vier Preisträger in Göttingen ausgezeichnet
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13:36 29.06.2018
Referiert über moderne Schmerztherapie: Prof. Boris Zernikow, Uni Witten/ Herdecke. Quelle: Peter Heller
Göttingen

Die Stiftung, so sagte Prof. Torsten Strohmeyer, Vorsitzender des Vorstands, sei 1978 in Göttingen gegründet worden. Heute hat sie ihren Sitz in München. Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) sagte in seinem Grußwort, dass es „eine außerordentliche Freude und große Ehre” sei, dass die Verleihung der Preise in Göttingen gefeiert wird. Köhler erinnerte an die Anfänge, als die Stiftung noch Zuschüsse für wissenschaftliche Kongresse und Reisen für Nachwuchswissenschaftler unterstützte. „An solche Preisverleihungen dachte seinerzeit noch niemand”, so Köhler.

Festredner, Preisträger und weitere Gäste der „GlaxoSmithKline-Stiftung“ zu ihrem 40-Jährigen. Quelle: Peter Heller

Im Laufe der Zeit sei die Stiftung deutlich gewachsen, Teile wurden „leider aus der Gründungsstadt abgezogen“. Seit 1989, so Köhler weiter, werden die begehrten Preise bereits verliehen. Köhler: „Göttingen ist die Stadt, die Wissen schafft. Ich würde mich freuen, wenn wir hier bald wieder eine Preisverleihung haben.“

Prof Heyo Kroemer, Vorstandssprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), sagte mit Blick auf die medizinische Forschung: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wenn die gelöst werden und das mit einem Preis versehen wird, ist das eine große Freude“.

Stoffwechselforschung und Herz-Erkrankungen

Den ersten Preis, den für medizinische Grundlagenforschung, überreichte Prof. Gerd Hasenfuß, Direktor der Kardiologie und Pneumologie der UMG, den zweiten, für klinische Forschung, Prof. Michael Manns von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Ausgezeichnet wurden zum einen für Grundlagenforschung Dr. Sebastian Theurich vom Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung in Köln. Theurich beschäftigt sich mit der Stoffwechselforschung bei ernährungsbedingtem Übergewicht. Seine Forschungsarbeiten, so Hasenfuß, liefern umfangreiche Erkenntnisse zum Thema Krebs- und Immunstoffwechsel.

Den Preis für klinische Forschung erhielt Prof. Volker Rudolph von der medizinischen Fakultät der Universität Köln. Seine Forschungsarbeiten setzen sich mit der Bedeutung entzündlicher Prozesse bei Herz-Erkrankungen auseinander.

Publizistikpreis

Auch den Publizistik-Preis teilten sich zwei Geehrte, in diesem Fall Journalisten. Dr. Eva-Maria Streier und Prof. Ulrich Tröhler überreichten die Auszeichnungen an Roland Schulz vom Magazin der Süddeutschen Zeitung (Print) und Renate Ell vom Bayerischen Rundfunk (Hörfunk).

Schulz erhielt den Preis „Print“ für seine Titelgeschichte „Kleiner Star“, in der es um den Fadenwurm und seine Bedeutung für die Wissenschaft, insbesondere für die Molekularbiologie geht. Das Tier wurde bislang mit drei Nobelpreisen bedacht, so Streier. Ell erhält den Preis für ihr Radiofeature „Bakteriophagen – Ein altes Heilmittel wird wiederentdeckt“. In dem Beitrag wird über Bakteriophagen, ihre Erforschung und mögliche medizinische Nutzbarmachung berichtet.

Festvortrag

Den Festvortrag zum Thema „Wenn Aufklärung Neurobiologie heilt: Die moderne Schmerztherapie“ hielt Prof. Dr. Boris Zernikow, Chefarzt und Lehrstuhlinhaber Deutsches Kinderschmerz und Kinderpalliativzentrum Datteln, Universität Witten/Herdecke. Es sei „das Jahrhundert des chronischen Schmerzen”, so Zernikow. Anhand von kindgerechten Filmen erklärt er auf unterhaltsame Weise den Unterschied zwischen akutem und chronischem Schmerz. Der eine habe nämlich mit dem anderen nichts zu tun. Gegen chronische Schmerzen helfe kein Schmerzmittel, gegen Akutschmerz hingen schon. Die Therapie des chronischen Schmerzes sei deshalb aufwändig und komplex. Denn: „Was Sie denken, entscheidet, was Sie fühlen”, sagte der Wissenschaftler.

Von Britta Bielefeld

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