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Göttingen 50 Jahre Kriminologie
Campus Göttingen 50 Jahre Kriminologie
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17:33 21.06.2018
Prägte die vergleichende Erforschung der europäischen Kriminaljustizsysteme: der Göttinger Jurist Jörg-Martin Jehle. Quelle: r
Göttingen

Welche Bedeutung hat die justizbezogene Forschung in der Kriminalpolitik? Diese und weitere Fragen werden bei dem Kolloquium im Tagungs- und Veranstaltungshaus Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3, diskutiert. Im Fokus stehen die zentralen Forschungsgebiete der Kriminologie in Göttingen der vergangenen 50 Jahre sowie ein Blick in die künftigen Forschungsaufgaben.

Zum einen wird die Sanktionsforschung, also Forschung zur Wirkungsweise von Strafen und Maßregeln, beleuchtet. Zum anderen wird die Forschung zum Verhalten (ehemaliger) Straftäter dargestellt; die von Prof. Jörg-Martin Jehle mitinitiierte Rückfallstatistik hierzu ist nach Angaben der Universität Göttingen ein Meilenstein für die deutsche Kriminologie und bilde die Grundlage für eine rationale Kriminalpolitik in diesem Bereich. Auch habe Professor Jehle die vergleichende Erforschung der europäischen Kriminaljustizsysteme maßgeblich geprägt. Mit Blick auf die Zukunft werden zudem die Herausforderungen der globalisierten Kriminalität an die Kriminologie untersucht– am Beispiel von Risikoprognosen.

Namhafte Kriminologen aus dem Ausland diskutieren

Das Kolloquium beginnt am Freitag um 14 Uhr. Im Anschluss an die Begrüßung sprechen Professor Jehle, der mit der Veranstaltung verabschiedet wird, sowie sein Vorgänger, Prof. Heinz Schöch, und seine Nachfolgerin, Prof. Katrin Höffler. Es folgt eine Podiumsdiskussion der Referenten mit dem ehemaligen niedersächsischen Justizminister Prof. Christian Pfeiffer und Dr. Bernhard Böhm, Ministerialdirigent im Bundesjustizministerium.

Am Sonnabend, 23. Juni, greifen namhafte Kriminologen aus dem In- und Ausland Forschungsthemen Jehles auf. Bereits seit dem Wintersemester 1996/97 war Jehle an der Universität Göttingen tätig und prägte durch seine Forschung die Kriminologie in Deutschland und Europa hinaus maßgeblich.

Das Programm ist im Internet zu finden.

Von Christiane Böhm

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