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500 Besucher in der Göttinger Zentralmensa

Asean-Festival 500 Besucher in der Göttinger Zentralmensa

„Eine Vision, eine Identität, eine Gemeinschaft“, so lautet der Slogan der Asean-Organisation, die zehn südostasiatische Staaten vereint. „In der Praxis kennen wir uns jedoch wenig“, sagt Wissenschaftler Thai Thuy Pham aus Vietnam. Deshalb hat er in der Göttinger Zentralmensa ein Asean-Festival organisiert.

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Traditionelle Kleidung beim Asean-Festival in der Göttinger Zentralmensa.

Quelle: Heller

Göttingen. Es duftet nach Fischauflauf und Ingwertee. Die Essenstände im Foyer der Mensa, wo sich am Sonnabend 500 Besucher drängen, servieren Glasnudel- und Reisgerichte. Philippinische Studierende haben Empanadas zubereitet, eine Erinnerung an die spanische Kolonialzeit. Surangkana Lapnitiporn wirbt für Thai-Kochkurse in Kassel. In einer Ecke erleben Studierende Thai-Massagen.

Für den balinesischen Cendra-Wasih-Tanz haben die Studentinnen Maeggi Klein und Ria Alrutz prachvolle rot-gelbe Brokatgewänder angelegt und goldenen Kopfschmuck aufgesetzt. Benannt ist der Tanz nach dem indonesischen Paradiesvogel, dessen Bewegungen die Frauen nachahmen. Seit ihrer Kindheit übe sie, erzählt Klein. Ihre Mutter stamme aus Südostasien.

Kungfu zeigt die Hochschulsportgruppe Mai Son Lam, die es seit 2015 gibt. Der vietnamesische Erasmus-Stipendiat Hua Huy Luan trainiert die Studierenden. „Es handelt sich um eine Kombination verschiedener Techniken, die auch Elemente aus der Militärausbildung enthält“, erklärt er. Das Publikum beeindruckt er damit, dass er sich Steinplatten auf den Kopf legen lässt. Ein Schüler zertrümmert sie mit dem Vorschlaghammer.

Mehrere Stunden lang gibt es auf der Bühne Programm. Eine thailändische Studentin zeigt sich bei der Vorstellung ihrer Heimat genervt, dass Deutsche ihr Land oft mit Taiwan verwechseln. Am Stand der Singapurer Studierenden ist zu erfahren, dass sich Fußgänger wohl in keinem Land der Erde so schnell bewegten wie in dem Stadtstaat.

Ein Bild von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi schmückt der Stand der Studierenden aus Myanmar. „Nach jahrzehntelangem Kampf für Demokratie ist sie gerade zur Beraterin der ersten zivilen Regierung seit 50 Jahren gewählt worden“, freut sich San Shuve Myint. Er hat am Göttinger Goetheinstitut Deutsch gelernt und schreibt nun in Hannover seine Doktorarbeit in Agrarwissenschaften.

Das Festival besuchten zudem Konsul Rona Goce und Mylah Rubio von der Philippischen Botschaft, Singgih Yuwono vom indonesischen Konsulat sowie Dong Tran und Thi Viet Thang Duong von der Vietnamesischen Botschaft.

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