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650 Skulpturen aus Klinikum entfernt

Kirchhoffsche Sammlung 650 Skulpturen aus Klinikum entfernt

Die Dauerausstellung „Symbole des Weiblichen“ ist nicht mehr im Universitätsklinikum Göttingen zu sehen. Die 650 Objekte der Kirchhoffschen Sammlung wurden entfernt. Eine Bodenerneuerung ist ebenso der Grund wie die Suche nach einem anderen Standort, teilte die Universitätsmedizin auf Tageblatt-Anfrage mit.

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Heinz Kirchhoff mit Exponaten seiner Sammlung im jahr 1988 im Klinikum.

Quelle: Beuermann

Göttingen. Die kürzlich neu aufgestellten Vitrinen im Erdgeschoss des Klinikums sind leer. Seit Jahrzehnten waren dort kulturhistorische Frauendarstellungen zu sehen, die der Göttinger Professor für Gynäkologie, Heinz Kirchhoff (1905-1997), gesammelt hatte und der Universität Göttingen schenkte.

Dass die Skulpturen, die Göttinen, Gebärende und Mütter zeigen, nicht mehr an der sogenannten Patientenstraße zu sehen sind, liegt nach Angaben von Dr. Bettina Bulle, Sprecherin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), an der demnächst vorgesehenen Verlegung eines neuen Teppichbodens. Die Rückkehr der Sammlung an den Ort ist nach Angaben von Bulle nicht vorgesehen. An der Stelle sei die Sonneneinstrahlung für die Objekte zu hoch und Schutz vor Diebstählen nicht ausreichend, wie zwei Diebstähle in der Vergangenheit zeigten.  „Die Universität und die UMG suchen einen besseren, geschützten Standort für die Kirchhoffsche Sammlung“, erklärte Bulle.

Gegenüber Tageblatt-Mitarbeitern geäußerte Vermutungen von Besucherinnen der Ausstellung, dass der Abbau aufgrund von Beschwerden erfolge, die die öffentliche Zurschaustellung weiblicher Fruchtbarkeitssymbole kritisieren, bestätigte Bulle nicht. Weder der UMG-Sprecherin noch dem Sprecher der Universität, Romas Bielke, ist solche Kritik bekannt. Die Suche einem neuen Standort bestätigte auch Bielke.

Ausgewählte Exponate der Sammlung Heinz Kirchhoff sind im April im Deutschen Theater zu sehen. Die Objekte zeigen einen Querschnitt, der von Fruchtbarkeitsgöttinnen und Votivgaben als Ausdruck des Schwangerschaftswunsches über Darstellungen von Schwangeren und Gebärenden bis hin zu typischen Mutter-Kind-Figurinen reicht, teilte das Theater mit. Dort wird die Ausstellung „Symbole des Weiblichen“ am Sonnabend, 2. April, um 18.30 Uhr im Glasfoyer eröffnet. Am selben Tag wird Felicia Zellers Komödie „Wunsch und Wunder“ zum Thema Kinderwunsch um 19.45 Uhr im DT-1 Premiere haben.

Die Ausstellung „Symbole des Weiblichen“ ist im Deutschen Theater, Theaterplatz 11, montags bis freitags ab 10 Uhr, sonnabends und sonntags ab 11 Uhr zu sehen (bis 30. April). www.kirchhoff-sammlung.de

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