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AStA: Absage an Chris Tall steht nicht zur Debatte

Trotz heftiger kritik AStA: Absage an Chris Tall steht nicht zur Debatte

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen (AStA) hält trotz heftiger Kritik an seinem Engagement des Comedians Chris Tall fest. Dessen Auftritt in der Universität stehe für Meinungsvielfalt und damit für die zentralen Werte einer Hochschule, teilte der AStA mit. 

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Der geplante Auftritt von Chris Tall in Göttingen ist umstritten.

Quelle: dpa

Göttingen. Mit seinem Soloprogramm "Selfie von Mutti" gastiert Chris Tall am 20. Januar im Zentralen Hörsaalgebäude. Die vom AStA organisierte Veranstaltung war nach dessen Angaben innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Seit vergangener Woche gibt es heftige Kritik von Oppositionsgruppen: die werfen dem Hamburger Comedian Christ Tall vor, er diskriminiere Randgruppen und argumentiere rassistisch. Der Streit um das Engagement wurde im Studierendenparlament geführt. Auch das Präsidium der Universität distanzierte sich von dem AStA-Vorhaben. Eine Absage der Veranstaltung, teilte der AStA am Montag mit, "steht nicht zur Debatte".

„Wir können verstehen, dass Chris Tall polarisiert. Es ist bedauerlich, dass sich Personen angegriffen fühlen. Dies war jedoch nicht die Intention als wir den Künstler einluden. Vielmehr stand sein studierendennahes Programm im Vordergrund, das Generationenkonflikte zwischen Eltern und ihren Kindern geschickt aufgreift“, erklärt AStA-Vorsitzender Daniel Pichl (ADF), AStA-Vorsitzender.

In der AstA-Mitteilung heißt es weiter: Einer der zentralen Werte jeder Universität muss hingegen Meinungsvielfalt und die Auseinandersetzung mit Meinungen Andersdenkender sein. Diese Auseinandersetzung kann jedoch nur erfolgen, wenn man auch streitbaren Meinungen Raum gibt. Diese Kunst- und Meinungsfreiheit muss sich auch auf unbequeme Themen erstrecken, vor denen man nicht zurückschrecken darf.

„Über Anspruch und Geschmack lässt sich zwar streiten. Chris Tall ist jedoch mehrfacher Preisträger und wurde unter anderem auch von öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern ausgezeichnet. Insofern sind wir der festen Überzeugung, dass sein Programm gesellschaftliche Relevanz besitzt“, so AStA-Referent Simon Schoon (Ring christliche demokratischer Studenten, RCDS).

Im vom AStA organisierten Comedy-Programm an der Universität war im Oktober bereits der Musikkünstler Michael Krebs zu Gast, am Montag, 7. Dezember, wird der Poetry-Slamer Volker Strübing auftreten. 

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