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„Morgens im Labor, abends im Savoy“

Semesterabschlussgottesdienst „Morgens im Labor, abends im Savoy“

Mit den Worten „dies ist ein ganz besonderer Gottesdienst“ hat der Universitätsprediger Jan Hermelink den Semesterabschlussgottesdienst in der Nikolaikirche eröffnet. Es sei der letzte Hochschulgottesdienst im Lutherjahr und bedeute für viele Studenten und Lehrende den Abschied aus Göttingen.

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Quelle: Peter Heller

Göttingen. Auch diene er zur Verabschiedung der ehemaligen und zur Begrüßung der neuen Universitätskirchendeputierten, sagte der Universitätsprediger am Sonntag. Hermelink bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den Professoren Ulf Diederichsen, Werner Heun, Matthias Koenig, Friedrich Schöndube, Manfred Jakubowski-Tiessen und Martin Ziehe für ihre „Gabe, Zeit und Kraft, die sie in den vergangenen Jahren in den Dienst der Kirche gestellt haben“. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Universitätschor unter der Leitung von Ingolf Helm. Der Chor sang mehrere Psalmvertonungen von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Der Gottesdienst stand unter dem Motto der Psalmen 42 und 43 mit dem Kehrvers „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir?". Um den Inhalt der Psalmen zu unterstreichen, waren die Verse in drei unterschiedlichen Farben gedruckt worden, und je ein Gemeindeteil las die Verse einer Farbe. So wurden einige Sätze von den einen unterbrochen und von den anderen weitergesprochen. Es entstand eine gewisse Unruhe.
 
Auf diese bezog sich Hermelink in seiner Predigt. Er erklärte, dass gerade zum Ende des Semesters, wenn die Prüfungen näher rücken, bei vielen eine innere Unruhe entstehe. Dazu kämen ständige Ortswechsel, die diese Unbeständigkeit noch verstärkten: „Heute in Hannover, morgen in Göttingen. Morgens im Labor, abends im Savoy“, sagte Hermelink und brachte damit viele der Anwesenden zum Lachen. Viele wüssten nicht, mit dieser Unruhe umzugehen, und fragten sich: „Wo gehöre ich hin?“. Aus dem Psalm ergäben sich drei Möglichkeiten, mit der Unruhe fertig zu werden. Dort heißt es „Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermon, vom Berge Misar“. Zunächst könne man sich also in die Zukunft träumen, zum Beispiel an das nächste Wochenende denken, an dem man in die Heimat fährt. Auf Dauer würde dies aber nur zu noch mehr Zerrissenheit führen. „Die zweite Möglichkeit ist, barmherzig mit sich zu sein, so wie man ist. Sich zu vergeben und zu akzeptieren, dass man nicht perfekt ist.“ Doch die dritte und entscheidende Möglichkeit, die am Ende helfe, sei zu beten, schloss Hermelink.
Folgende Termine wurden zum Schluss des Gottesdienstes bekanntgegeben: Am Sonntag, 16. Juli, um 19 Uhr gibt es eine Semesterabschlussandacht in der St.-Johanniskirche in Göttingen. Danach ist ein gemeinsamer Kneipenbesuch geplant. Getrunken wird auch am Freitag, 18. August, ab 17 Uhr bei der „Landpartie mit Lutherbier“ in Lenglern. Anmelden kann man sich bis Freitag, 11. August. Etwas besinnlicher geht es von Freitag, 25. August, bis Sonntag, 27. August, beim „Pilgern vorm Solling“ zu. Unter dem Motto „Ein Wanderer geht los – ein Pilgerer bricht auf“ wandern die Teilnehmer von Loccum nach Volkenroda. Anmelden sollte man sich bis Dienstag, 25. Juli. gb

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