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Abschlusspräsentationen des International Science Camps in Göttingen

Schüler machen erste wissenschaftliche Erfahrungen Abschlusspräsentationen des International Science Camps in Göttingen

Mit transgenen Pflanzen, den Waffen des Immunsystems und weiteren naturwissenschafltichen Themen haben sich die 33 Teilnehmer des International Science Camps befasst. Das Expermentierlabor für junge Leute (Xlab) richtete die dreiwöchige Veranstaltung für 16- bis 20-Jährige aus.

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Beim Sezieren eines Schweins: Helena Nereida (17) aus Spanien.

Quelle: EF

Göttingen. „Für Experimente bleibt in der Schule wegen des vielen zu vermittelnden Stoffs kaum Zeit“, bedauert Marie-Isabelle Beermann (18) aus Walsrode am Rande der Science-Camp-Abschlusspräsentationen am Sonnabend im Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie auf dem Faßberg. Um so mehr leuchten Beermanns Augen, wenn sie über die vergangenen drei Wochen spricht. „Alles, was wir an Theorie gelernt haben, erprobten wir im Anschluss selbst im Experiment“, erzählt sie. 

Die Teilnehmer konnten unter neun verschiedenen Themen der Biologie, Chemie und Physik drei auswählen, mit denen sie sich dann jeweils eine Woche lang täglich von 9 bis 17 Uhr befassten. Beermann beschäftigte sich unter anderem mit dem Verdauungssystem. Ihre Gruppe sezierte verschiedene Organe eines Schweins wie Magen und Nieren. Andere befassten sich mit der Herstellung von Kunststoffen aus Erdöl oder der Extraktion von Koffein aus Teeblättern. 

„Die Aufgaben waren nur im Team zu bewältigen“, berichtet Beermann. Die Zusammenarbeit habe nicht zuletzt deshalb gut geklappt, weil alle die gleiche Leidenschaft für Naturwissenschaften teilten. An der Schule seien ihrer Beobachtung nach zwei Drittel der Mitschüler am Unterrichtsthema desinteressiert. „Zudem herrscht dort oft Konkurrenzdenken und Neid“, ergänzt Julie Kernchen (17) aus Wolfsburg.

Begeistert sind die Schüler von der Internationalität, die sie im Science Camp erlebten. Elf Nationen waren vertreten. Gesprochen wurde untereinander und im Unterricht Englisch. „Das war schon ganz schön anstrengend, da wir von morgens bis abends zusammen waren“, räumt Malina Beringer (17) ein. Viele der Teenager aus dem Ausland hatten es da einfacher, weil sie internationale Schulen besuchen.

Neben Theorie und Praxis standen auch der Besuch von Instituten wie dem Deutschen Primatenzentrum oder universitärer Sammlungen auf dem Programm. Die Schüler besuchten zudem in Weimar das Goethehaus und außerdem das Konzentrationslager Buchenwald.

Das Xlab organsiert seit 2003 jedes Jahr zwei International Science Camps. „Für viele Teilnehmer ist es zum Sprungbrett für eine spätere wissenschaftliche Karriere geworden“, sagt Xlab-Leiterin Prof. Eva-Maria Neher (64).

Von Michael Caspar

 

Der Beitrag wurde am 31.08.2015 um 11.27 Uhr aktualisiert.

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