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Abt von Bursfelde empfängt Gäste

Einzige Universität mit Kloster Abt von Bursfelde empfängt Gäste

1542 wurde das Kloster Bursfelde evangelisch. Das 1093 von Mönchen aus Corvey im Auftrag von Heinrich Graf von Northeim gegründete Anwesen hat, auch durch die Kloster-Reformbewegung „Bursfelder Kongregation“ im 15. Jahrhundert, bei Kirchenhistorikern und bei Benedektinermönchen „bis heute einen klangvollen Namen“.

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Der Abt von Bursfelde, Joachim Ringleben (vorne rechts), mit seinen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kirche.

Quelle: Klinge

Bursfelde. Auch touristisch ist Bursfelde ein Begriff und zählt zu den meistbesuchten Klosteranlagen: Bis zu 70   000 Besucher besichtigen das Anwesen jährlich. Das erläuterte der Abt von Bursfelde, Prof. Joachim Ringleben, am Sonnabend seinen zehn Gästen des 15. Bursfelder Karpfenessens. Dessen Hauptspeise, Karpfen, stammte in diesem Jahr aus Hessen, da der klösterliche Karpfenteich derzeit ausgebaggert wird. 

Ringleben, seit dem Jahr 2000 Abt des Klosters, das im Besitz der Klosterkammer ist, erläuterte seinen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft die Geschichte der mittelalterlichen Klosteranlage an der Weser und zeigte am Ende des Treffens den beeindruckenden Raum der Westkirche bei Kerzenschein. Seit 1828 steht ein Theologieprofessor der Universität Göttingen, der von der Landesregierung vorgeschlagen wird, dem Kloster als Abt vor.

Ein Amt, das nicht zuerst mit verheirateten, evangelischen Theologen in Verbindung gebracht wird, so Ring-leben. Und so ist das Amt ebenso eine Besonderheit wie die Tatsache, dass „die Georgia Augusta die einzige Universität in Deutschland mit Kloster ist“, betonte der Gastgeber bei seiner Tischrede im Speiseraum des Gutshauses. Gäste waren Politikerin Sigrid Jacobi, Verlegerin Carola Müller, Hirnforscherin Dr. Renate Schweizer, Kunsthistoriker Prof. Thomas Noll, Archäologin Dr. Balbina Bäbler-Nesselrath, Umweltminister Stefan Wenzel, Bürgermeisterin Helmi Behbehani, Superintendent Thomas Henning, Diakon Klaas Grensemann und Tageblatt-Ressortleiterin Angela Brünjes.

Der Abt von Bursfelde erwähnte auch, dass seine Amtszeit im Frühjahr 2016 endet. Beim traditionellen Himmelfahrtstreffen der Universität in der Klosterkirche werde sein Nachfolger im nächsten Jahr ins Amt eingeführt.

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