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„Aktionstag Medizin“ im Universitätsklinikum Göttingen

Zwischen Live-OP und Cannabislegalisierung „Aktionstag Medizin“ im Universitätsklinikum Göttingen

Eine Live-Operation am offenen Herzen, Streit über die Cannabislegalisierung und viele Vorträge: Zahlreiche Mediziner, aber auch Fachfremde, haben am Mittwoch den „Aktionstag Medizin“ im Universitätsklinikum besucht.

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Vielfältiges Programm beim Aktionstag Medizin.

Quelle: Wenzel

Göttingen. „Wir hatten gerade einen Herzinfarkt,“ erzählte die Medizinstudentin Hannah Abdou Hadi, nachdem sie den Notaufnahme-Simulator „Emerge“ ausprobiert hatte. Die Software ist eine Eigenentwicklung der Göttinger Universitätsmedizin und hat von Abdou Hadi schon jetzt das Prädikat „wirklich cool“ bekommen. Eigentlich erscheint die Software erst im kommenden Jahr, einen Exklusiven Einblick gab es schon jetzt beim Aktionstag Medizin.

Den hat die Fachschaft Medizin zum 18. Mal organisiert. Fachschaftsmitglied Alina Stulle freute sich besonders über die gut laufende Benefiz-Tombola. Außerdem hat sie positiv überrascht, dass auch viele Nicht-Mediziner gekommen sind. Der angehende Lehrer Jasper Cirkel fand zum Beispiel die Live-Operation am offenen Herzen spannend, ebenso wie die Podiumsdiskussion zur Cannabislegalisierung. Dort herrschte unter den Diskutanten weitgehende Einigkeit über den medizinischen Nutzen von Cannabis. Inwiefern die Droge als Genussmittel legalisiert werden könnte, sorgte hingegen für Streit.

Während Jost Reimar Leßmann vom Verein „Grüne Hilfe“ zu einer solchen Nutzung tendierte, warnte die Medizinerin Hannelore Ehrenreich: Immerhin 50 Prozent der Bevölkerung trügen Gene in sich, die Risiken einer neurologischen Erkrankung bergen. Dann könne der Genuss von Cannabis zum Ausbruch von Psychosen führen, befürchtet Ehrenreich. Das solche Themen ebenso wie kritisch-ethische Vorträge unter anderem zur Palliativ-Medizin auf dem Programm standen, schätzt Stulle. Für sie ist der Aktionstag auch eine Möglichkeit für die Medizinstudenten, „mal über den Tellerrand hinauszuschauen“. Denn angesichts vieler Pflicht-Veranstaltungen bleibe das sonst auf der Strecke.

Von Christoph Höland

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