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Alumni-Tag der Universität in Göttingen

Blick auf die Sonne Alumni-Tag der Universität in Göttingen

Am Abend gegen 19 Uhr passt der Sonnenuntergang bestens zum Programm: Im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) auf dem Nordcampus nehmen 350 ehemalige Studenten, Freunde und Förderer der Universität Göttingen am Alumni-Tag teil. Draußen am Himmel und drinnen im MPS-Foyer auf großformatigen Fotografien scheint die Sonne orangerot.

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Blick auf ein Modell vom Kometenboden und dem Lander Philae der Rosetta-Mission: Eine von acht Alumni-Besichtungstouren.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das in diesem Frühjahr bezogene Forschungsgebäude wird von vier Wissenschaftlern in acht Führungen den Besuchern mit seinen Forschungsgebieten und Besonderheiten vorgestellt.

Gespannt, so Dr. Achim Gandorfer, sind die Mitarbeiter des Instituts auf die Rosetta-Mission. Die wird am 12. November den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko erreichen und soll dort die vor allem am MPS konstruierte und erbaute Landeeinheit Philae absetzen. „Das ist eine Sensation. Ein Landung auf einem Kometen hat es noch nie geben“, erklärt Gandorfer.

Die Führungen und Fachvorträge stehen bereits am Nachmittag auf dem Programm des Göttinger Alumni-Tag 2014, den Bernd Hackstette mit seinem Team organisiert hat. Das Interesse an den Vorträgen von Dr. Rainer Elk Anders, Staffordshire University, und Ulrike Symens von der Lidl-Stiftung Neckarsulm ist so groß, dass dafür Hörsäle der benachbarten Physik-Fakultät genutzt werden.

Anders, einst Student bei Soziologie-Professor Horst Kern, ist Kenner der geopolitischen Situation der Ukraine. Er spricht vor mehr als 50 Zuhörern über die Ursachen des Konflikts: stellt Bevölkerungsentwicklung, Volkszugehörigkeit und parteipolitische Präferenzen in Verbindung.

Es gibt keine Entwarnung

Das Interesse der Europäischen Union sei, einen Krieg um das Gas zwischen der Ukraine und Russland zu verhindern sowie eine Unterbrechung der Gaslieferungen nach West-Europa. Zudem wolle sich die EU den Verbündeten Russland erhalten. Anders kommt zu dem Ergebnis, dass aber nur ein strikter Kurs zu einer diplomatischen Lösung funktioniere, um den Konflikt zu beenden.

Konkrete Forderungen und Signale der europäischen Zivilbevölkerung an die Politik fordert Dr. Artur Runge-Metzger. Der ehemalige Göttinger Student der Agrarwissenschaften ist Direktor „Internationales und Klimastrategie“ der Europäischen Kommission. Sein Festvortrag hatte die Rolle der EU in der internationalen Klimaschutzpolitik zum Thema. Für die sind, so Runge Metzger, konkrete Maßnahmen höchste Zeit.

Denn „es gibt keine Entwarnung, weil sich am Ende dieses Jahrhunderts die durchschnittliche Temperatur um 3,7 bis 4,8 Grad Celsius erhöht haben wird“. Das bringe gravierende  Klimaveränderungen. Ein sehr heißer Sommer wie im Jahr 2003 werde in 90 Jahren als ein kühler gelten, verdeutlicht Runge-Metzger sein Szenario. Es passt irgendwie zum Ort des Alumni-Treffens, der Sonnenforschung am MPS.

Das ist einer von acht Forschungspartnern der Universität Göttingen, betonte Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel bei der Begrüßung der Alumni (Absolventen einer Hochschule). Beisiegel stellte neue Projekte vor, wie die Schülerlabore und das Haus des Wissens im ehemaligen Institut für Zoologie.

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