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00:17 19.01.2017
Mit Kriminalromanen aufgewachsen: Maximilian Seese.           Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Ich bin mit den Detektivgeschichten von Agatha Christie (Miss Marple) und Arthur Conan Doyle (Sherlock Holmes) aufgewachsen“, erzählt der gebürtige Hesse. Später entdeckte er Steven King, an dem er das locker, leichte Schreiben über den blanken Horror bewundert. Aufgesogen hat Seese die Thriller seines Lieblingsautoren Jean-Christophe Grangé, in denen oft Serienmörder ihrem düsteren Tun nachgehen.

Der rätselhafte Mord an einem solchen Verbrecher war Gegenstand einer 20 Seiten langen Kurzgeschichte, mit der Seese in der neunten Klasse an einem Schulwettbewerb teilnahm. „Gewonnen habe ich nicht, aber meine Deutschlehrerin war begeistert“, erzählt er. Auf ihre Anregung baute er die Geschichte auf 80 Seiten aus. Von seinen Eltern und Freunden bekam er viel Lob. So beschloss er nach dem Abitur 2013, daraus ein Buch zu machen.

Damit die Fakten stimmen, recherchierte Seese, der mittlerweile nach Göttingen gezogen war, über England. Dort spielt die Geschichte. Forensische Fachliteratur fand er in der Universitätsbibliothek. Mehr als 20 Bücher hat er allein zu diesem Thema durchgearbeitet. Mit seinem Vater, einem Gesundheitsmanager, und Ärzten klärte er Detailfragen. Dann machte er sich ans Schreiben. Mal schaffte er 20 Seiten am Tag, mal eine Woche gar nichts. Im Sommer 2015 war die erste Fassung fertig.

„Um meine Chancen bei Verlagen zu verbessern, suchte ich mir einen Agenten“, erzählt der Student. Er bewarb sich mit einem Exposé, einer Darstellung der Charaktere und einer Leseprobe bei der Agentur Leselupe. Nach zwei Wochen, im September 2015, forderte der Agent den ganzen Text an. „Ich musste vieles noch einmal umschreiben“, erzählt Seese. Im Februar 2016 lag die zweite Fassung vor, die der Agent an mehr als 20 Verlage schickte.

Die Edition M, die zum Versandhändler Amazon gehört, zeigte sich interessiert. Im Mai unterschrieb der Göttinger dort einen Vertrag. Wieder musste Seese Passagen neu gestalten. „Die gemeinsame Arbeit am Text hat viel Spaß gemacht“, erzählt er. Das Buch bekam einen neuen Titel, „Was der Nebel verbirgt“ und ein düsteres Cover. Mitte Dezember ist das Buch herausgekommen. „Bisher hat Amazon 4500 Exemplare verkauft, überwiegend E-Books“, sagt Seese. Über seine Vergütung hat er mit der Verlag Stillschweigen vereinbart. Im Schnitt werde ein Euro pro verkauftem Buch gezahlt, deutet er aber an. Er sitzt bereits am nächsten Roman, den er im Sommer beenden will. „Vom Schreiben leben zu können, ist mein Traum“, sagt er. Er könne sich aber auch gut eine Tätigkeit im Kulturmanagement oder in der Marktforschung vorstellen.

Maximilian Seese: Was der neben verbirgt, Edition M, 416 Seiten, 9,99 Euro.

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