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Stimulierung für den Trigeminus

„Anatomy Slam“ in Göttingen Stimulierung für den Trigeminus

Zehn Minuten Zeit hatten die acht Kanditaten, um ihre Forschung auf dem „Anatomy Slam“ zu präsentieren. Wissenschaftler stellten am Dienstag beim ersten Göttinger „Anatomy Slam“ im Programmkino Lumiere ihre Forschungsergebnisse unterhaltsam vor als Programmteil der 111. Jahrestagung der Anatomischen Gesellschaft.

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Quelle: r

Göttingen. Acht Slammer traten mit Kurzvorträgen zu ihrer anatomischen Forschung gegeneinander an. Nicht nur kurz, sondern auch leicht verständlich sollten die Darstellungen sein, so dass auch Laien den Vorträgen inhaltlich folgen konnten. Dafür ließen sich die Teilnehmer einiges einfallen. So erklärte der erste Kandidat, Sidney Cambrigde aus Heidelberg, mithilfe eines Rendezvous die Anatomie der Liebe: „Während unserer Bussi-Bussi-Begrüßung erfuhr ich eine kurze Stimulierung am Trigeminus, ein Hirnnerv, die ruhig hätte länger ausfallen können“, erklärte er und erntete dafür lautes Gelächter aus dem Publikum.

Klaus Deckmann aus Gießen nutzte bei der Erklärung zur Wirkung der urethalen Bürstenzellen ein Gleichnis aus der Star-Wars-Thematik: „UBC können bei Überaktivität auf die böse Seite der Macht wechseln und dringenden Harndrang verursachen.“ Der Slammer Samir Jaberi aus Erlangen veranschaulichte seine Forschung zu „Kleine Ursache, große Wirkung“ mit der Erkrankung Hirschsprung Megakolon, die durch das Fehlen einzelner Nervenzellen verursacht wird. Moderator Prof. Staiger, Direktor für Neuroanatomie der Universtitätsmedizin Göttingen, kündigte in der zweiten Runde scherzhaft den nächsten Kandidaten Georg Hafner an, welcher ein glücklicher Student gewesen sei, bevor er das Labor des Moderators betreten habe, nun aber Heimvorteil genieße. Hafner präsentierte seine Forschungsergebnisse im Vortrag „Vom Tasten und Fühlen“, der von der Untersuchung der Hirnrinden von Menschen und Ratten im Hiblick auf Berührungs-und Spannungsreizen handelte.

Der Gewinner des Slams, Markus Kipp aus München, bediente sich bei seinem Vortrag „Ungebetene Gäste - am besten gar nicht erst reinlassen“ einer Gegenüberstellung mit seiner Schwiegermutter, indem er sie mit einem Virus verglich, der auch Nervenzellen strapaziere. Dieser Humor überzeugte das Publikum, das Kipp anschließend mit dem lautesten Applaus zum Slam-Champion wählte: Der Preis für den Sieger - ein vergoldeter Hüftknochen.

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