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Antikensammlung Wallmoden erneuert

Wiedereröffnung Antikensammlung Wallmoden erneuert

Die Sammlung Wallmoden ist die älteste private Antikensammlung ihrer Art in Deutschland. Sie gilt als ein herausragendes Zeugnis der Antikenrezeption im 18. Jahrhundert und ist seit 1979 als Leihgabe an der Universität Göttingen zu sehen. Am Freitag, 24. Juni, wird die Sammlung wiedereröffnet.

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Sogenannte Knöchelspielerin aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Die römische Marmorfigur wurde 1765 in Rom ausgegraben und dort von Wallmoden erworben.

Quelle: Eckardt

Göttingen . Im Winter 1765/1766 hielt sich Johann Ludwig von Wallmoden (1736-1811) mehrere Monate in Rom auf. Der illegitime Sohn König Georgs II. von Großbritannien machte, wie es für junge Adelige zu der Zeit üblich war, eine  Bildungsreise durch Europa. Unter Anleitung des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmanns besichtigte der am Londoner Hof aufgewachsene Wallmoden die Monumente und Sammlungen der Ewigen Stadt. Wie unter britischen Adligen damals üblich, erwarb er zahlreiche antike Skulpturen und ließ sie von den führenden römischen Bildhauern seiner Zeit, besonders Bartolomeo Cavaceppi und Carlo Albacini, ergänzen.

1979 konnte Prof. Klaus Fittschen die Sammlung der Antiken als Leihgabe nach Göttingen holen. Der Leiter des Göttinger Archäologischen Instituts, der 1989 Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen wurde, erhielt 44 Statuen, Büsten und Reliefs aus römischer Zeit und zwölf neuzeitliche Nachahmungen antiker Werke. In den vergangenen Monaten wurde die Sammlung umgebaut und erneuert..

Fittschen hat mit seinem Göttinger Kollegen  Prof. Johannes Bergemann jetzt den ersten wissenschaftlichen und reich illustrierten Katalog zur Sammlung herausgeben. Das Werk wird am Freitag, 24. Juni, in einer Feierstunde anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Fittschen unter anderem dem Eigentümer der Kunstwerke, Ernst-August Prinz von Hannover. Im Anschluss an die Feierstunde spricht Prof. Fittschen in einem öffentlichen Vortrag ab 17 Uhr über „Halbierte Köpfe?“ im Archäologischen Institut, Nikolausberger Weg 15. Die Sammlung Wallmoden ist ab Sonntag, 26. Juni, während der Sonntagsspaziergänge von 10 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit wieder zugänglich.

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