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Göttingen Antrittsvorlesungen bei den Sozialwissenschaftlern
Campus Göttingen Antrittsvorlesungen bei den Sozialwissenschaftlern
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07:00 12.01.2019
Simon Fink untersucht ab 15 Uhr die Frage, ob und inwiefern Öffentlichkeitsbeteiligung gut für die Demokratie ist. Quelle: Universität Göttingen
Göttingen

Drei Professoren halten am Mittwoch, 16. Januar, ihre Antrittsvorlesungen an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen: Prof. Simon Fink, Prof. Monika Oberle und Prof. Tine Stein.

Sie beleuchten in ihren drei öffentlichen Vorträgen aktuelle Herausforderungen für die Politikwissenschaft, die auch jenseits einer Fachöffentlichkeit von Belang sind. Zum Auftakt der gemeinsamen Antrittsvorlesung spricht die Dekanin der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Karin Kurz.

Öffentlichkeitsarbeit gut für Demokratie?

Fink untersucht ab 15 Uhr die Frage, ob und inwiefern Öffentlichkeitsbeteiligung gut für die Demokratie ist. Oberle beleuchtet ab 16 Uhr das Verhältnis zwischen der Europäischen Union und ihren Bürgern aus einer politikdidaktischen Perspektive. Stein wird ab 17 Uhr vor dem Hintergrund der Debatte über Hypermoral Anmerkungen zur politischen Ethik entwickeln. Die Veranstaltung findet in der Aula am Wilhelmsplatz statt.

Fink, Jahrgang 1977, hat seit April 2017 die Professur für das politische System der BRD an der Universität Göttingen inne. Nach einem Magisterstudium der Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Psychologie an der Universität Konstanz promovierte er an der Universität Bamberg am Graduiertenkolleg „Märkte und Sozialräume in Europa". In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit dem Einfluss von Religion auf Embryonenforschungspolitiken. Von 2009 bis 2017 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft der Universität Bamberg. 2014 habilitierte er sich in Bamberg mit einer Arbeit über die Diffusion von Privatisierungspolitiken.

Empirische Erforschung von Lehr-Lern-Prozessen

Oberle, Jahrgang 1973, ist seit Oktober 2011 Professorin für Politikwissenschaft/Didaktik der Politik in Göttingen. Sie hat in Marburg, London und Berlin Politikwissenschaft studiert und war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, wo sie 2011 zum Politischen Wissen über die Europäische Union bei Schülerinnen und Schülern promovierte. Ihr Arbeitsbereich widmet sich der empirischen Erforschung von Lehr-Lern-Prozessen der politischen Bildung, deren Ergebnissen und Bedingungen mit einem besonderen Interesse an der politischen EU-Bildung.

Stein, Jahrgang 1965, ist seit Februar 2018 Inhaberin des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte in Göttingen. Sie studierte und promovierte an der Universität Köln und habilitierte sich 2005 an der Freien Universität Berlin. Sie lehrte und forschte an Universitäten in Kiel, Bremen, Hamburg und Berlin sowie am Wissenschaftszentrum Berlin. Stein untersucht den demokratischen Verfassungsstaat und die normativen Grundlagen dieser Ordnung vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen. Zudem arbeitet sie zum Verhältnis von Politik, Recht und Religion sowie zu Politik und Natur.

Von Peter Krüger-Lenz/r

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