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Astrophysiker der Universität Göttingen an Aufrüstung von Teleskop in Texas beteiligt

Sternenlicht in Lichtfasern Astrophysiker der Universität Göttingen an Aufrüstung von Teleskop in Texas beteiligt

Astrophysiker der Universität Göttingen sind an der Aufrüstung des drittgrößten optischen Teleskops der Welt beteiligt. Das Hobby-Eberly-Teleskop in den USA ist mit einer neuen Teleskopoptik und neuen Superspektrografen im Wert von rund 26 Millionen US-Dollar ausgestattet worden.

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Herzstück der in Göttingen gefertigten Einheit: Die Montageplatte IHMP, eine Zentraleinheit mit 100 Bohrungen höchster Präzision.

Quelle: PUG

Göttingen. Der neue Spektrograf besteht aus mehr als 100 Einzelspiegeln und ist der weltweit effektivste Weitwinkelspektrograf. Das Teleskop mit Standort in West-Texas wird von den Universitäten von Texas und Pennsylvania sowie der Universität Göttingen und der Ludwig-Maximilians-Universität München betrieben. Erste Testmessungen mit dem neuen Spektrografen und der neuen Optik (das sogenannte First Light) verliefen nun erfolgreich, teilte die Hochschule mit.

Das Institut für Astrophysik der Universität Göttingen hat in Zusammenarbeit mit der Zentralwerkstatt der Fakultät für Physik zentrale Bauteile beigesteuert, die bei der Beleuchtung der Spektrografen für die Einfädelung des Sternenlichts in die Lichtfasern zuständig sind. Darunter befinden sich rund hundert Aufnahmeköpfe, die jeweils mehrere hundert Lichtfasern zu einer Einheit bündeln und mikrometergenau im Teleskopfokus montiert sind. Das Herzstück der Einheit ist die sogenannte Montageplatte IHMP, eine Zentraleinheit mit einhundert Bohrungen höchster Präzision, die die Faserbündel auf einer sphärisch gebogenen Fläche exakt in der Brennebene des Elf-Meter-Teleskops positionieren.

„Mit dem modernisierten Teleskop lassen sich simultan tausende von Spektren von sehr weit entfernten Galaxien gewinnen“, erläutert Prof. Wolfram Kollatschny vom Institut für Astrophysik. Davon erhoffen sich unter anderem die Wissenschaftler des Hobby Eberly Telescope Dark Energy Experiment neue Erkenntnisse. „Wenn wir ein bis zwei Jahre lang solche Daten sammeln, können wir deutlich genauer als bisher die geheimnisvolle beschleunigte Expansion des Universums untersuchen und vermessen“, so Astrophysiker Kollatschny. Weitere Schwerpunkte neben der Vermessung der Dunklen Energie sind die Suche nach den ersten Sternen im Universum und die Untersuchung von Schwarzen Löchern in den Zentren von Galaxien. Nach einer weiteren Optimierungsphase in den kommenden Wochen sind die ersten wissenschaftlichen Messungen für Anfang 2016 geplant. pug

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