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Auf der Suche nach dem schiefen Zahn

Antrittsvorlesung von Prof. Philipp Franz Meyer-Marcotty, neuer Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie in Göttingen Auf der Suche nach dem schiefen Zahn

„Corpus Hippocraticum oder auf der Suche nach dem schiefen Zahn“ lautet der Titel der Antrittsvorlesung von Prof. Philipp Meyer-Marcotty am Freitag, 5. Februar. Seit Januar 2015 ist er Inhaber der W3-Professur für Kieferorthopädie und leitet als neuer Direktor die Poliklinik für Kieferorthopädie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

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Meyer-Marcotty

Quelle: EF

Göttingen. Beginn ist um 14 Uhr im Hörsaal 552 des Universitätsklinikums Göttingen, Robert-Koch-Straße 40. In einer kleinen Zeitreise stellt Meyer-Marcotty in seinem Vortrag antike Erkenntnisse von Hippokrates bis Aristoteles zur Erkrankung der Zähne sowie zur Kiefer- und Gesichtsentwicklung beziehungsweise -fehlentwicklung vor und aktuellem Wissen in der Zahnheilkunde gegenüber.

Bereits in der Antike finden sich Quellen zu Erkrankungen der Zähne oder Fehlbildungen der Kiefer, des Gesichtes und des Kopfes. Das „Corpus Hippocraticum“ umfasst eine Sammlung von mehr als 60 antiken medizinischen Texten. Die Dokumente zeigen, wie erstaunlich exakt schon im vierten Jahrhundert v. Chr. Erkrankungen und Pathomorphologien ohne medizintechnisches „Know-How“ beschrieben und erkannt worden sind.

Meyer-Marcotty, Jahrgang 1975, hat Zahnmedizin in München an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert. Bis zu seiner Berufung nach Göttingen war er seit 2005 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg tätig. Ab 2007 arbeitete er hier zunächst als Oberarzt, dann als Leiter der kieferorthopädischen Sektion eines interdisziplinären Zentrums für kraniofaziale Fehlbildungen, zuletzt als Leitender Oberarzt an der Poliklinik für Kieferorthopädie.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit  in Göttingen liegt auf der kieferorthopädischen Versorgung von Erwachsenen mit parodontal geschwächtem Gebiss sowie in der Therapie von ausgeprägten Kieferfehlstellungen. In der Forschung befasst sich der neue Direktor mit dem Einsatz moderner 3D-Bildgebung und Entwicklung von neuen kieferorthopädischen Behandlungsstrategien für Menschen jeglichen Alters.

Für seine Forschungsarbeiten wurde Meyer-Marcotty mehrfach ausgezeichnet. Er ist unter anderem Preisträger der European Federation of Orthodontics und zertifiziertes Mitglied im German Board of Orthodontics. 2011 würdigte die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie seine Arbeit mit dem Arnold-Biber-Preis. umg

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