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"Aushängeschild“ der Universität Göttingen

Zentrum für Antike und Orient feiert zehnjähriges Bestehen "Aushängeschild“ der Universität Göttingen

Von der Entstehung der ersten Hochkulturen im Zweistromland und in Ägypten bis zur Gegenwart erforscht das Centrum Orbis Orientalis et Occidentalis (Coro) – Zentrum für Antike und Orient die semitische Sprachfamilie.

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Prof. Tanja S. Scheer, Direktorin des Coro

Quelle: Heller

Göttingen. Die Plattform, die seit zehn Jahren besteht, koordiniert die Zusammenarbeit von 19 Fächern.

Von einem „Aushängeschild“ sprach am Freitag Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel beim Festakt in der Aula am Wilhelmsplatz mit Blick auf den interdisziplinären Ansatz in Forschung und Lehre. Sie lobte vor 70 Zuhörern zudem, dass die theologische und die philosophische Fakultät mit der Akademie der Wissenschaften einen außeruniversitären Partner gewinnen konnte.

Beispiegel betonte die aktuelle Dimension der Coro-Arbeit. Das Zentrum nehme die vielfältigen Verzweigungen der semitischen Kulturen in den Blick. Durch die Erforschung der wechselseitigen Einflüsse, die zwischen den Kulturen des Mittelmeerraums, des Mittleren und Nahen Ostens beständen, zeige sie die intensiven Verflechtungen zwischen Europa und dem Orient.

Prof. Thomas Kaufmann, der Vizepräsident der Akademie, zeigte sich insbesondere von den Langzeitvorhaben beeindruckt, die beim Coro angesiedelt sind, etwa das Septuagina-Unternehmen oder die digitale Edition des koptisch-sahidischen Alten Testaments.

Prof. Tanja S. Scheer, die seit einigen Monaten Direktorin des Coro ist, machte darauf aufmerksam, dass trotz der breiten Altertumskompetenz in Göttingen dem Zentrum wichtige Fächer vor Ort fehlten. Sie nannte die Judaistik und die Vorderasiatische Archäologie. In diesen Bereichen sei das Coro auf Kooperationen mit anderen Standorten angewiesen.

Mehrfach lobend zur Sprache kamen während des Festakts die Bemühungen des Zentrums, die eigenen Themen mit öffentlichen Ringvorlesungen und Vorträgen einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Von Michael Casper

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