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Göttingen Ausstellung über Affen und Forschung
Campus Göttingen Ausstellung über Affen und Forschung
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16:53 18.09.2017
Primatenforscherin Julia Fischer mit einem Berberaffen. Quelle: Kurt Hammerschmidt
Weende

Das Deutsche Primatenzentrum (DPZ) präsentiert von Montag, 11. September, bis Mittwoch, 28. Februar, seine Ausstellung „Primaten“ in seinen Räumen am Kellnerweg. In der Ausstellung soll Wissenswertes rund um unsere nächsten Verwandten vermittelt und Einblicke in die Forschungsarbeiten des DPZ gegeben werden. Im Februar 2018 wird es zur Finissage einen Science Slam geben.

Die Eröffnungsveranstaltung der Primatenausstellung beginnt am Freitag, 8. September, um 15 Uhr. Primatenforscherin Julia Fischer von der Abteilung Kognitive Ethologie hält einen Vortrag zur Evolution der Intelligenz bei Primaten. Die Ausstellung kann dann erstmalig besichtigt werden. Ab Montag, 11. September, ist die Primatenausstellung des DPZ montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Im Rahmenprogramm der Ausstellung sind Vorträge vorgesehen. Einmal pro Monat referieren jeweils um 17 Uhr Wissenschaftler zu unterschiedlichen Themen der Primatenforschung.

Am Donnerstag, 26. Oktober, hält Oliver Schülke von der Abteilung Verhaltensökologie der Universität Göttingen einen Vortrag zum Ursprung der Freundschaft und Kernfamilie. Christian Roos, Abteilung Primatengenetik DPZ, referiert am Mittwoch, 15. November, über die Vielfalt und Evolution der Primaten. Über Neues aus der Schimpansenwerkstatt geht es in dem Vortrag von Tobias Deschner von der Abteilung Primatologie am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Im Rahmen der Tagung „Frontiers in Baboon Research“ der Universität Göttingen spricht Clifford J. Jolly der New York University am Dienstag, 17. Oktober, ebenfalls um 17 Uhr im DPZ über „Adding the Fourth Dimension“.

Gruppen ab zwölf Personen und ab zehn Jahren können sich für eine Führung durch die Ausstellung anmelden. Die Teilnahme von Einzelpersonen ist ebenfalls nach Anmeldung möglich. Sechs Führungstermine stehen insgesamt zur Verfügung, pro Monat einer. Der Eintritt ist frei.

Das Deutsche Primatenzentrum besteht seit 40 Jahren. Inzwischen sind am Standort Göttingen und im Ausland 400 Mitarbeiter beschäftigt. Forschungsstationen werden in Peru, Senegal, Madagaskar und Thailand begtreiben sowie am Standort Göttingen neun wissenschaftliche Abteilungen in den Sektionen Infektionsforschung, Neurowissenschaften und Primatenbiologie.

Auf dem Gelände auf dem Nordcampus sind 1300 Affen untergebracht. Diese werden von knapp 40 Tierpflegern und vier Tierärzten betreut.

„Tierschutz hat bei uns einen hohen Stellenwert. Wir haben hervorragend ausgebildete Tierpfleger und Tierschutzbeauftragte, die sich um das Wohlergehen der Affen kümmern“, sagt Direktor Stefan Treue.

Das DPZ stehe für Transparenz und Offenheit im Bereich Tierversuche. Das belegten, so Treue, zahlreiche Videos, Bilder und Texte zu dem Thema auf der DPZ-Website.

Neben der Ausstellung werden noch bis Freitag, 22. September, Führungen angeboten, die Teil des Programms zum 40-jährigen Bestehen sind. Dabei geht es um die Forschungsschwerpunkte des Instituts und und es werden die Außenanlagen der Primatenhaltung gezeigt. Für diese Führungen – für alle Interessierten ab 15 Jahre – ist eine Anmeldung über die DPZ-Website erforderlich.

Von Kimberly Fiebig

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