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Rosetta fotografiert den Kometen Tschuri

Ausstellung im Kauf Park Rosetta fotografiert den Kometen Tschuri

34 spektakuläre Bilder der Rosetta-Mission gibt es bis Sonnabend, 16. Juli, im Göttinger Kauf Park zu sehen. Mannshohe Leinwände zeigen den Kometen Tschuri, der sich alle sechseinhalb Jahre der Erde nähert. 12 000 Leuchtdioden strahlen die Fotos von hinten an, was sie dreidimensional erscheinen lässt.

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Holger Sierks vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung vor der Ausstellung.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Immer wieder stutzen Besucher, bleiben mit ihren Einkaufswagen stehen und schauen sich die Fotografien aus den Tiefen des Weltalls an. Manche zücken ihr Smartphone für ein Foto des 67P/Churyumov-Gerasimenkos, so der wissenschaftliche Name des Kometen.

„Ich möchte vor allem Menschen erreichen, die sich sonst nicht mit Astronomie befassen“

„Ich möchte vor allem Menschen erreichen, die sich sonst nicht mit Astronomie befassen“, sagt Holger Sierks vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Bewusst habe er auf wissenschaftliche Erläuterungen verzichtet. Der Kauf Park mit seinen 10 000 Tagesbesuchern sei ideal. „Wir Wissenschaftler müssen mehr Öffentlichkeitsarbeit machen, da können wir von der amerikanischen Weltraumagentur Nasa lernen“, meint er.

Sierks ist als Projektleiter für Osiris, das Auge der Raumsonde, verantwortlich. Das Instrument enthält zwei jeweils zehn Kilogramm schwere Kameras, die Tele- und Weitwinkelaufnahmen des Kometen anfertigen. Für die Ausstellung arbeitete Sierks mit der Hochschule Flensburg zusammen. „Der Kontakt kam im vergangenen Herbst zustande, als ich dort am Planetarium einen Vortrag hielt“, berichtet der Kometenforscher.

Vier Inseln

Mit den Medienwissenschaftlern konzipierte er die Schau. Vier Inseln haben sie geschaffen. Eine zeigt den Komenten von vier Seiten. Eine zweite präsentiert seine von Kratern übersäte Landschaften. Die dritte Insel zoomt in mehreren Bildern immer dichter heran. Die vierte schließlich nimmt die Aktivitäten des Kometen in den Blick. Wenn er sich der Sonne nähert, verdampfen flüchtige Stoffe und reißen Staub und Eis in die Höhe. „Sie bilden den Schweif, der einem Kometen etwas Mystisches gibt“, erläutert der Wissenschaftler. Diese Bilder sind von der Firma Göttinger Digitaldruck auf Alufolie gedruckt, was ihnen eine besondere Plastizität gibt.

„Es ist der Hammer, dass wir die Ausstellung als erste zeigen dürfen“, freut sich Andreas Gruber, der Center-Manager des Kauf Parks. Die Ausstellung wird es später unter anderem in Flensburg und Braunschweig zu sehen geben. Die Rosetta-Mission endet im September mit der Landung der Sonde auf dem Kometen.

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