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Ausstellung über einen Göttinger aus Frankreich

Als Mittler zwischen den Kulturen Ausstellung über einen Göttinger aus Frankreich

Charles de Villers (1765-1815) steht im Mittelpunkt einer Ausstellung an der Universität Göttingen. Sie informiert über das Werk und Wirken des französischen Offiziers und Philosophen, der als Professor der Universität Göttingen ein Mittler zwischen der deutschen und der französischen Kultur war.

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Quelle: EF

Göttingen. Die Ausstellung wurde von Mitarbeitern des Département de lettres modernes der Université de Lorraine und des Seminars für Romanische Philologie der Universität Göttingen erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) realisiert. Sie wird am Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr eröffnet.

Die Eröffnungsrede hält Dr. Hermann Krapoth, Dozent am Seminar für Romanische Philologie. Der stellvertretende SUB-Direktor Dr. Armin Müller-Dreier und Prof. Dr. Franziska Meier vom Seminar für Romanische Philologie sprechen Grußworte.
Charles de Villers wurde 1765 in dem kleinen Ort Boulay-Moselle in der Nähe von Metz geboren. Nachdem er zunächst eine Laufbahn in der königlichen Armee eingeschlagen hatte, zwangen den jungen Offizier seine kritischen Äußerungen zur Französischen Revolution 1792 zur Flucht. „Anders als viele seiner Landsleute, die auf deutschem Boden Zuflucht fanden, bekehrte sich Villers allmählich zur deutschen Kultur, deren Loblied er seinen Landsleuten sang. Er wurde nachgerade zu ihrem Apostel“, erläutert Prof. Meier.
Zu den prägendsten Stationen Villers‘ diesseits des Rheins gehörte Göttingen. 1796 schrieb er sich als Student der hiesigen Philosophischen Fakultät ein. Hier studierte er die Philosophie Kants, die er nach Frankreich zu vermitteln suchte. 1811 wurde Villers als Professor für französische Literatur und Kultur an die Georgia Augusta berufen.

Im Frühjahr 1808 engagierte Villers sich im Kampf um den Erhalt der fünf Universitäten in dem von Napoleon neu gegründeten Königreich Westphalen. In einer Broschüre trat er nachdrücklich für die Göttinger Universität ein, die für ganz Europa von allerhöchster Bedeutung sei. Schwer traf ihn seine fristlose Entlassung unmittelbar nach dem Sturz Napoleons im Jahr 1814. Er starb am 11. Februar 1815 in Göttingen.

pug

Die Ausstellung „Von Boulay nach Göttingen: Charles de Villers (1765-1815)“ ist im KWZ-Foyer, Heinrich-Düker-Weg 14 zu den Öffnungszeiten des KWZ zugänglich (bis 15. Oktober).

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