Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Göttingen Kleine Ausstellung im Auditorium
Campus Göttingen Kleine Ausstellung im Auditorium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 10.10.2018
Vöhringer (2.v.r.) und ihre Studentinnen organisiern die Ausstellung. Quelle: Max Ballhaus
Göttingen

Was sind wissenschaftliche Objekte? Das war eine der Fragen, denen Studentinnen und Margarete Vöhringer, Professorin für Materialität des Wissens, nachgegangen sind. Sie haben eine kleine Ausstellung organisiert.

Göttinger Studentinnen organisieren Ausstellung

Am Sonntag morgen eröffneten Vöhringer und die Studierenden die kleine Schau, die in einem Raum im Alten Auditorium an der Weender Straße zu sehen ist. Fünf Themen, jede der Studentinnen hatte sich eines herausgepickt, sind in Vitrinen, auf Tafeln und Monitoren zu sehen. Seit eineinhalb Jahren lehrt Vöhringer in Göttingen, die Ausstellung hat sie während eines Seminars erarbeitet. „Wir waren zunächst in den Sammlungen der Zoologie, Anatomie und der Botanik zu Besuch“, erklärte die Wissenschaftlerin. Ihre Studierenden haben dort dann ihre Themen gefunden. „Der Weg bis zur Ausstellung war aber noch lang und brachte uns einige Überraschungen“, sagte sie.

Ausstellung im Auditorium. Quelle: Max Ballhaus

Zu sehen sind beispielsweise Bilder von Schädeln, Pflanzen, Muscheln und dem Göttinger Walskelett. Die Frage, wir Kultur und Natur zusammen gehören, zeigt beispielsweise die Botanik-Vitrine. Pflanzen, wie aus dem Herbarium, finden sich dort als Motiv auch auf Tassen wieder. Auch die Muscheln, aus deren Fasern Handschuhe gefertigt worden, sind ein einer anderen Vitrine zu sehen. Denn: „Wenn wissenschaftliche Objekte in neuen Zusammenhängen auftreten, nehmen sie oft überraschende Rollen ein“, so die Studierenden des Kunstgeschichtlichen Seminars.

Präparate aus Göttinger Uni-Sammlungen

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen deshalb naturwissenschaftliche Präparate aus der Zoologie, der Humanbiologie und der Botanik, die das Seminar zwei Semester lang untersucht hat. Dabei, so Vöhringer weiter, wurde deutlich, dass Tierskelette, Schädel, getrocknete Pflanzen, Korallen und Muscheln nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch in Kunst, Literatur und Alltagskultur mit Bedeutung aufgeladen werden. „Wenn Objekte in Büchern, Filmen oder bildender Kunst auftreten, rufen sie ganz unterschiedliche Assoziationen hervor, die auch auf die Wissenschaften zurückwirken“, erklärte Vöhringer. Aus diesem Grund präsentieren die Ausstellungsmacher die naturwissenschaftlichen Präparate auch in ihren verschiedenen kulturellen Formen. Über das Göttinger Walskelett, dass stets auch medial großes Interesse weckte, gibt es ein Video zu sehen, Walgesänge ertönen im Kopfhörer. 

Die Ausstellung „Präparierte Natur – Was wissenschaftliche Objekte verschweigen“ ist ab sofort und bis zum 31. März an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat im Rahmen der Sonntagsspaziergänge der Universität Göttingen von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Von Britta Bielefeld

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ob Eckkneipe, Cocktailbar oder Szenetreff – Nachtschwärmer haben in der Göttinger Innenstadt reichlich Auswahl. Wo sich ein Besuch besonders lohnt, hat das Tageblatt zusammengestellt.

06.10.2018
Göttingen Forschung am Sofi in Göttingen - „Multijobbing isoliert die Menschen“

Soziologin Natalie Grimm vom Soziologischen Forschungsinstitut in Göttingen untersucht prekäre Arbeitsbedingungen. Sie hat eine „schädliche Individualisierung“ festgestellt.

05.10.2018

Immer mehr Menschen in Deutschland haben mehr als einen Job: Ein Trend, der das Lebensgefühl von inzwischen 3,3 Millionen Menschen bestimmt.

05.10.2018