Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Auszeichnung ermöglicht Forschungsaufenthalt

Klassik-Stiftung in Weimar Auszeichnung ermöglicht Forschungsaufenthalt

Der Germanist W. Daniel Wilson erhält den Reimar Lüst-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Die Auszeichnung ermöglicht ihm einen Forschungsaufenthalt in Göttingen. Wilson wird die wechselvolle Geschichte der Klassik-Stiftung in Weimar untersuchen.

Voriger Artikel
Henner Simianer über moderne Tierzucht
Nächster Artikel
Zelluläre Energiekraftwerke verändert

Der Germanist W. Daniel Wilson erhält den Reimar Lüst-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Quelle: r

Göttingen. Wilson, der am Royal Holloway College der University of London forscht, wird in Göttingen am Institut für Deutsche Philologie mit Prof. Gerhard Lauer und Dr. Paul Kahl zusammenarbeiten. „Daniel Wilson hat uns den kritischen Blick auf Johann Wolfgang von Goethe und die Rezeption Goethes gelehrt“, erläutert Lauer. „Seine Bücher haben das bildungsbürgerliche Bild der deutschen Literatur scharfer Kritik ausgesetzt und langanhaltende Debatten über die Bedeutung der Weimarer Klassik ausgelöst.“ Im vergangenen Jahr rekonstruierte Wilson unter anderem die Geschichte der Gleichschaltung der Goethe-Gesellschaft während des Dritten Reichs.

Wilson, Lauer und die Forschergruppe um Dr. Kahl werden die wechselvolle Geschichte der Klassik-Stiftung in Weimar im 19. und 20. Jahrhundert untersuchen. Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, die Instrumentalisierung der Weimarer Klassik in den Jahren des Nationalsozialismus und die Indienstnahme während der DDR-Diktatur sind Gegenstadt eines länger angelegten Forschungsprojekts über den Zusammenhang von Politik und Kultur.

Neben seiner Forschung war Wilson von 1994 bis 1996 Direktor des Studienzentrums der University of California in Göttingen. Mit dem Reimar Lüst-Preis ehrt die Alexander von Humboldt-Stiftung bis zu zweimal im Jahr gemeinsam mit der Fritz Thyssen Stiftung Wissenschaftler aus dem Ausland, die neben ihrer Forschung zusätzlich besondere Verdienste im wissenschaftlichen Austausch zwischen ihrem Heimatland und Deutschland erworben haben.  chb/pug

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger