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Autogenes Training gegen Druck im Studium

Stress abbauen und vermeiden Autogenes Training gegen Druck im Studium

Während an vielen Universitäten in dieser Woche der Vorlessungsalltag beginnt, laufen die Vorbereitungen an der Universität Göttingen für den Start der Vorlesungen im Wintersemester ab Montag, 22. Oktober.  Mit den Vorlesungen beginnt auch der Zeit- und Leistungsdruck für die Studenten. 

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Semesterbeginn: Für Studenten bedeutet das volle Programm auch Zeit- und Leistungsdruck.

Quelle: Vetter

Die Hausarbeit wird nicht fertig, der Gedanke an das Referat löst Panik aus, und in der neuen Stadt Freunde zu finden will auch nicht gelingen: Es können ganz unterschiedliche Probleme sein, die Studenten belasten und im schlimmsten Fall sogar krank machen. Die niedersächsischen Studentenwerke wollen helfen und machen zum Semesterstart wieder vielfältige Angebote gegen den Stress, von progressiver Muskelentspannung bis Zeitmanagement.

„Besonders beliebt sind autogenes Training und der Zeitmanagement-Kurs“, berichtet Katja Urbanski von der Psychosozialen Beratungsstelle in Göttingen. Aber alle Angebote seien gefragt. Neu sei im Wintersemester die „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“. Die Methode soll Stress, Ängste und Anspannung lindern, indem Körper und Atem besonders bewusst wahrgenommen werden.

Lange Wartelisten gebe es in Oldenburg beim Kurs „Sicheres Auftreten“, erzähle Marianne Prinz-Stäb, die für das Oldenburger Studentenwerk in der Psychosozialen Beratung arbeitet. In der Mittagspause könnten sich Studenten dort in diesem Semester erstmals zwischen ganz ruhiger und dynamischer Entspannung entscheiden. Bereits zum zweiten Mal bieten sie und ihre Kollegen Hilfe dabei an, Anschluss an andere zu finden. „Wir haben gemerkt, wie viel Isolation es bei den Studenten gibt, zum Beispiel vor dem Computer“, sagte Prinz-Stäb.

Zeit- und Lernmanagement

Auch in Hannover will die Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende in Einzel- und Gruppengesprächen Schüchternen helfen. Zeit- und Lernmanagement seien in Osnabrück besonders gefragt, sagt Thomas Müller von der Psychosozialen Beratung des dortigen Studentenwerks. Ausgebucht seien aber in der Regel fast alle Kurse.

Hilfe bei der Studienorganisation bietet auch die Psychotherapeutische Beratungsstelle in Braunschweig: Wer Hilfe braucht, geht mit einem bestimmten Projekt hin und kann sich in der Gruppe begleiten lassen, bis es geschafft ist - „auch während der Semesterferien“, sagte Sozialpädagogin Andrea Koch.

An vielen Studienorten soll außerdem einem besonders belastenden Stress-Faktor vorgebeugt werden: Problemen in der Beziehung. Die können zum Beispiel auftauchen, wenn man wegen des Studiums in verschiedenen Städten wohnen muss. „Das war in den Beratungen immer wieder ein Thema, da dachten wir, das kann man ja auch mal im Austausch mit anderen besprechen“, erzählte Beraterin Prinz-Stäb aus Oldenburg. Deswegen gibt es dort jetzt eine Gruppe „Liebe auf Distanz.“

dpa

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