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Bechsteinfledermäuse: Geringe Sterblichkeit

Fledermaus-Forschung Bechsteinfledermäuse: Geringe Sterblichkeit

Die Bechsteinfledermaus hat bis ins hohe Alter eine geringe Sterblichkeit. Dies fanden Biologen der Universität Greifswald gemeinsam mit Forschern des Max-Planck-Instituts für Demographische Forschung (MDIPR) aus Rostock heraus.

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Haben ein für kleine Säugetiere langes Leben: Bechsteinfledermäuse.

Quelle: R

Göttingen/Greifswald. Die Studien belegten, dass die Todesrate der Bechsteinfledermäuse nach dem ersten Lebensjahr über die ganze Lebensspanne hinweg gleichbleibend hoch ist, teilte die Greifswalder Hochschule mit. Anders formuliert bedeute dies: Die Tiere altern nicht.

Jedes Tier habe aus evolutionärer Sicht das Bestreben, möglichst viele Gene an die nächste Generation weiterzugeben, hieß es. Bei kleinen Säugetieren sei es häufig so, dass sie nicht sehr lange leben und in dieser kurzen Lebensspanne viele Junge bekommen, hieß es. Nicht so die Bechsteinfledermäuse, die nur etwa zehn Gramm schwer ist, aber trotzdem langlebig sind. Das älteste je erfasste Tier brachte es auf 21 Jahre, eine verwandte Art, die Brandt-Fledermaus, wurde sogar mindestens 42 Jahre alt.

Bechsteinfledermäuse bekommen maximal ein Junges pro Jahr und ihre Sterblichkeit nimmt bis ins hohe Alter kaum zu. „Für kleine Säugetiere ist das sehr untypisch.“ Eine mögliche Erklärung für das evolutionsuntypische Verhalten ist nach Ansicht der Forscher, dass die langlebigen Arten vor allem in den temperierten Zonen vorkommen und einen Winterschlaf machen, bei dem sie ihre Körpertemperatur massiv auf etwa zwei bis zehn Grad Celsius herabsetzen. Der Stoffwechsel ist bei diesen Temperaturen extrem heruntergefahren, was zu einer Verringerung der molekularen Schäden und demnach zu einer Verlangsamung der Alterung führen könnte.

Für ihre Studie beobachteten die Forscher 248 Fledermäuse über den Zeitraum von 19 Jahren. 180 der Tiere starben in dem Zeitraum, das älteste wurde 15 Jahre alt. Im Winter 2010/2011 starben außergewöhnlich viele Tiere, ein Phänomen, das in diesem Jahr auch in anderen Fledermauspopulationen beobachtet wurde. Welche Naturereignisse für dieses Sterben verantwortlich sein könnten, ist noch unklar. Ihre Ergebnisse publizierten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

epd

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