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Bekämpfung von Malaria, Bandwürmern und Co.

Gesellschaft für Parasitologie Bekämpfung von Malaria, Bandwürmern und Co.

Das Zika-Virus und die daraus entstehenden schweren Erkrankungen zeigen aktuell, wie wichtig die Erforschung von Krankheitserregern ist. Damit befassen sich die Teilnehmer der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie in Göttingen.

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Bekämpfung des Zika-Virus auf Kuba.

Quelle: afp

Göttingen. Wie sich blutsaugende Insekten und durch sie übertragene Krankheitserreger innerhalb weniger Monate in eine Gefahr für Leib und Leben verwandeln können, zeigt aktuell das Zika-Virus, das früher von den meisten Befallenen kaum bemerkt wurde. Dabei sind viele Fragen noch ungeklärt über den von Stechmücken übertragenen Erreger, der bei ungeborenen Kindern in Südamerika schwere Fehlbildungen des Kopfes verursachen soll, teilt die Parasitologie-Gesellschaft mit.

Ausgeklügelte Überlebensstrategien

Gerade Parasiten wie der Malaria-Erreger oder verschiedene Würmer lassen sich dabei häufig besonders schwer bekämpfen, da sie in ihrem Aufbau Mensch und Tier recht ähnlich sind und über ausgeklügelte Überlebensstrategien verfügen. Neue Forschungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Parasitosen werden vom 9 bis 12. März in Göttingen bei der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Parasitologie (DGP) erwartet.

„Trotz eindeutiger Erfolge in der Bekämpfung von parasitären Krankheiten in den letzten Jahrzehnten gehören sie nach wie vor zu den führenden Ursachen von Morbidität und Mortalität“, betont Kongresspräsident Prof. Carsten Lüder, Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universitätsmedizin Göttingen. „Mit dem beschleunigten Klimawandel sind auch neue Herausforderungen entstanden wie die Ausbreitung von Überträgern in bisher nicht betroffene Gebiete.“

Medikamentenentwicklung als zentrales Thema

Sowohl die biologische Grundlagenforschung als auch die angewandte und translationale Forschung sind im Rahmen der Tagung vertreten, zu der nach Angaben der Universitätsmedizin Göttingen etwa 350 Parasitologen erwartet werden . „Keynote Speakers“ aus der ganzen Welt bieten einen Einblick in ihre Erkenntnisse und neuen Entwicklunge.

Mit den Themenschwerpunkten humane Parasitologie und Veterinärparasitologie, Prävention und Infektionsdiagnostik, einzellige Parasiten, parasitäre Würmer und Parasit-Wirt-Interaktionen, Epidemiologie und Parasitismus in der Ökologie tauschen junge Parasitologen und international anerkannte Experten ihre Ideen aus und präsentieren ihre Forschungsergebnisse. Ein weiterer Fokus liegt auf der Immunologie, Zellbiologie und molekularer Genetik von Parasiten. Ein zentrales Thema ist die Medikamentenentwicklung.

Nachwuchswissenschaftler bis 38 Jahre

Die Deutsche Gesellschaft für Parasitologie (DGP) vereinigt Forscher aus der Zoologie und Botanik, der Medizin - insbesondere der Tropenmedizin -, der Veterinärmedizin, der Mikrobiologie und Hygiene sowie Wissenschaftler, die im Pflanzenschutz und in der Schädlingsbekämpfung arbeiten.

Bei der Jahrestagung werden drei Auszeichnungen vergeben: die Rudolf-Leuckart-Medaille für Verdienste um die Parasitologie, die Karl-Asmund-Rudolphi-Medaille für herausragende wissenschaftliche Leistungen von Nachwuchswissenschaftlern bis 38 Jahre und der Gerhard-Piekarski-Preis als besondere Würdigung einer Doktorarbeit in der Parasitologie. eb

Nähere Informationen: www.parasitology-meeting.de

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