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Göttingen Besonders detailierte Bilder vom Zwergplaneten Ceres
Campus Göttingen Besonders detailierte Bilder vom Zwergplaneten Ceres
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17:46 28.05.2015
Große Krater zeigt das neuste Bild von Ceres. Quelle: MPS
Göttingen

Sie helfen, die Sonde sicher und auf vorbestimmter Route an ihr Ziel zu führen. Gleichzeitig bieten die Aufnahmen mit 480 Metern pro Pixel die bisher beste Auflösung des Zwergplaneten.

„In einigen Kratern sehen wir nun hellere Flecke, die so klein sind, dass wir sie in früheren Aufnahmen nicht ausmachen konnten“, beschreibt Andreas Nathues vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der das Kamerateam leitet. Bereits in der Anflugphase waren den Wissenschaftlern vergleichbare, jedoch größere und zum Teil erheblich hellere Regionen aufgefallen. Um welches Material es sich dort handelt, ist noch unklar. Neben gefrorenem Wasser, das Forscher auch unter der Oberfläche von Ceres vermuten, kommen auch helle Salzminerale in Frage.

Das aktuelle Bild zeigt einen der größeren Krater der Nordhalbkugel sowie die Region südlich davon zwischen 13 und 51 Grad nördlicher Breite und 182 und 228 Grad östlicher Länge. Um einen realistischeren Eindruck von der Oberfläche zu bekommen, wurde die Aufnahme auf einen Ellipsoid projiziert.

Bei genauem Hinsehen lassen sich unterhalb des großen Kraters Ketten kleinerer Krater erkennen. Zum Teil liegen sie so dicht bei einander, dass sie wie langgezogene Schrammen aussehen.

Kraterketten dieser Art treten auch auf anderen Himmelskörpern wie Mond, Mars und mehreren Asteroiden auf. Auch der Protoplanet Vesta, das erste Ziel der Dawn-Mission, zeigt solche Strukturen. Oftmals entstehen sie als Folge eines heftigen Einschlags, der zunächst einen großen Krater in die Oberfläche reißt. Aus diesem wird Material herausgeschleudert; dort wo es auf die Oberfläche trifft, entstehen kleinere Krater.

eb

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