Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Besonders detailierte Bilder vom Zwergplaneten Ceres

Dawn-Kamera Besonders detailierte Bilder vom Zwergplaneten Ceres

Letzter Zwischenstopp bevor die Nasa-Raumsonde Dawn am 6. Juni ihre neue Umlaufbahn nur 4400 Kilometer über der Oberfläche des Zwergplaneten Ceres erreicht: Am 23. Mai fing das Kamerasystem an Bord der Sonde neue Bilder ein.

Voriger Artikel
European Geoscience Union zeichnet Sami Solanki mit Julius-Bartels-Medaille aus
Nächster Artikel
Göttinger Wissenschaftler kritisiert Szenarien über den demografischen Wandel

Große Krater zeigt das neuste Bild von Ceres.

Quelle: MPS

Göttingen. Sie helfen, die Sonde sicher und auf vorbestimmter Route an ihr Ziel zu führen. Gleichzeitig bieten die Aufnahmen mit 480 Metern pro Pixel die bisher beste Auflösung des Zwergplaneten.

„In einigen Kratern sehen wir nun hellere Flecke, die so klein sind, dass wir sie in früheren Aufnahmen nicht ausmachen konnten“, beschreibt Andreas Nathues vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der das Kamerateam leitet. Bereits in der Anflugphase waren den Wissenschaftlern vergleichbare, jedoch größere und zum Teil erheblich hellere Regionen aufgefallen. Um welches Material es sich dort handelt, ist noch unklar. Neben gefrorenem Wasser, das Forscher auch unter der Oberfläche von Ceres vermuten, kommen auch helle Salzminerale in Frage.

Das aktuelle Bild zeigt einen der größeren Krater der Nordhalbkugel sowie die Region südlich davon zwischen 13 und 51 Grad nördlicher Breite und 182 und 228 Grad östlicher Länge. Um einen realistischeren Eindruck von der Oberfläche zu bekommen, wurde die Aufnahme auf einen Ellipsoid projiziert.

Bei genauem Hinsehen lassen sich unterhalb des großen Kraters Ketten kleinerer Krater erkennen. Zum Teil liegen sie so dicht bei einander, dass sie wie langgezogene Schrammen aussehen.

Kraterketten dieser Art treten auch auf anderen Himmelskörpern wie Mond, Mars und mehreren Asteroiden auf. Auch der Protoplanet Vesta, das erste Ziel der Dawn-Mission, zeigt solche Strukturen. Oftmals entstehen sie als Folge eines heftigen Einschlags, der zunächst einen großen Krater in die Oberfläche reißt. Aus diesem wird Material herausgeschleudert; dort wo es auf die Oberfläche trifft, entstehen kleinere Krater.

eb

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Uni Göttingen begrüßt zum #unistartgoe Studienanfänger