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Göttingen Wohnraum-Situation für Studenten in Göttingen leicht verbessert
Campus Göttingen Wohnraum-Situation für Studenten in Göttingen leicht verbessert
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16:00 05.12.2018
Viele Wohnungsgesuche am Schwarzen Brett. Quelle: Jan Vetter
Göttingen

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Zu Beginn des Wintersemesters 2018/19 waren an den drei Göttinger Hochschulen – Universität, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst sowie der Privaten Hochschule – nahezu 34000 Studierende immatrikuliert und somit berechtigt, die Hilfsangebote des Studentenwerks in Anspruch zu nehmen. Das fünfte Jahr in Folge engagierte sich das Studentenwerk für Studienanfänger, die keine Wohnung gefunden hatten. Unterschiedliche hohe Kontingente hatte das Studentenwerk in dem Zeitraum belegt, eine Folge der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, erklärt Studentenwerk-Sprecherin Anett Reyer-Günther. 77 Nachfragen kamen weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der Übernachtungen hatte 2017 noch 1283 betragen. Ab dem Beginn der O-Phasen und dem Beginn der Vorlesungszeit am 15. Oktober sei die Nachfrage besonders hoch gewesen.

Besorgte Eltern

Viele Anrufe vor allem von besorgten Eltern habe das Studentenwerk erhalten, so Reyer-Günther. Sie hätten für ihre Kinder Zimmer reservieren wollen, obwohl schon auf der Homepage angekündigt war, dass das nicht möglich sei. Aus einem Nachlassen der Nachfrage schließe das Studentenwerk, dass in diesem Jahr zu Semesterbeginn vereinzelt noch kurzfristig Wohnraum auf dem privaten Wohnungsmarkt zu finden war. „Wir freuen uns im Hinblick auf die generell sehr schwierige Wohnraumsituation erneut darüber, viele Studienanfänger unkompliziert unterstützt zu haben“, erklärte Geschäftsführer Prof. Jörg Magull.

Karoline Epler vom Servicebüro studentisches Wohnen des Studentenwerks, ist eine der Mitarbeiterinnen, die sich um das Projekt gekümmert haben. Ihr sind vor allem zwei junge Männer aus unterschiedlichen Nationen in Erinnerung geblieben, erzählt Epler. Beim Studienbeginn hätten sie sich kennengelernt und wollten dann zusammen ein Zimmer buchen. Als „sehr offen und flexibel“ beschreibt Epler sie. Jedes Mal, wenn sie zur Verlängerung der Hotelbuchung in das Servicebüro gekommen seien, „ließen sie sich Lebenstipps geben“. So hätten sie die Servicebüro-Mitarbeiter gefragt, wie sie sich bei einer Wohnungsbesichtigung richtig verhalten. Später hätten sie wissen wollen, wo sie günstig Möbel herbekommen – sie hatten eine unmöblierte Unterkunft ergattert.

Großer Ansturm im vergangenen Jahr

Zu Beginn der Aktion habe sich das Servicebüro nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr auf großen Ansturm eingestellt, berichtet Epler. Gleich zu Beginn seien sie regelrecht belagert worden. Doch das blieb diesmal aus. Gegen 9.30 Uhr sei der erste Interessent eingetrudelt. Das habe sich fortgesetzt. Epler: „Wir hatten das Gefühl, dass sich die Situation etwas entspannt hatte.“ Schließlich hätten wohl fast alle, die das Hotelangebot genutzt hatten, zum Ende der Aktion eine Unterkunft in Göttingen oder Umgebung gefunden. Lediglich ein Jungstudent sei ihnen bekannt, der bei der letzten möglich Hotelverlängerung noch nichts gefunden hatte.

Von Peter Krüger-Lenz

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