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Biologieprofessor Rainer Willmann fordert stärkere Berücksichtigung der Biodiversitätsforschung

Professorenstelle Biologieprofessor Rainer Willmann fordert stärkere Berücksichtigung der Biodiversitätsforschung

Der Göttinger Biologieprofessor Rainer Willmann hat die Hochschulen in Deutschland aufgefordert, die Biodiversitätsforschung bei der Personalplanung und bei Stellenausschreibungen stärker zu berücksichtigen.

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Vom Aussterben bedroht: Der in Mittelamerika vorkommende Lurch Axolotl. Hier ein Exemplar der Universität Jena.

Quelle: DPA

Göttingen. Vor dem Hintergrund des Artenverlustes sprach sich der Zoologe von der der Georg-August-Universität für eine Neuorientierung bei der Vergabe von Professorenstellen in der Biologie aus. Der Artenschutzreport 2015 des Bundesamtes für Naturschutz bezeichnet den Zustand der Artenvielfalt auch in Deutschland als alarmierend.

Aus diesem Grund fordert Willmann als Präsident der größten Gesellschaft für Insektenkunde in Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (DgaaE): „Um einen erfolgreichen Artenschutz in Deutschland leisten zu können, benötigen wir besseres Wissen über diese Arten und ihre Gefährdung. Dazu bedarf es entsprechend ausgebildeter Biologinnen und Biologen und ausreichend Stellen. Da leider insbesondere die organismische Grundlagenforschung im Konkurrenzkampf um Drittmittel und Stellen in den vergangenen Jahrzehnten sehr gelitten hat, fehlen uns inzwischen für viele Tier- und Pflanzengruppen die Spezialisten.“

Nach Ansicht von Willmann ist die Erforschung der Biodiversität nicht verhandelbar. Er forderte die Universitäten deshalb auf, biologische Studiengänge zu erweitern.

An die Adresse der Schulen und Kultusministerien appellierte er, frühzeitig entsprechende Schwerpunkte in den Lehrplänen zu setzen. „Dadurch könnten unsere Hochschulen neue Initiativen entwickeln, die unmittelbar dem Artenschutz dienen“, sagte Willman. „Und darüber hinaus sollten wir die Verknüpfung zwischen den organismisch und ökologisch orientierten Wissenschaftlern als Ratgeber und der Politik auf vielen Ebenen verstärken.“

Mehr infos bei der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie.

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