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Boot und Katze werben für Göttinger Campus

„Freiraum für neues Denken“ Boot und Katze werben für Göttinger Campus

Freiheitsstatue und chinesische Glückskatze haben auf der Homepage der Universität Göttingen das gewohnte Bild vom Aulagebäude abgelöst. Die beiden Symbolfiguren gehören zu den Motiven der „Freiraum für neues Denken“-Kampagne, die seit Freitag, 1. Oktober, für den „Goettingen Research Campus“ im Internet auf einer Microsite wirbt und bundesweit mit Anzeigen in Print- und Onlinemedien.

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„Freiraum für neues Denken“ in der Sternwarte: Bernd Ebeling, Kurt von Figura, Nils Brose, Stefan Treue und Tonio Kröger (von links) neben Bannern mit drei Motiven der Kampagne der Göttinger Forschungseinrichtungen.

Quelle: Hinzmann

Werden die Motive der Anzeigen die Aufmerksamkeit auf den Wissenschaftsstandort Göttingen lenken? Zwei scheinbar nicht zusammenhängende Gegenstände – Mars und Segelboot oder Herz und Roboter – sollen dazu anregen, über mögliche Verbindungen nachzudenken, so das Konzept der Kampagne der deutschen Werbeagentur Doyle Dane Bernbach (DDB). Deren Geschäftsführer Dr. Tonio Kröger, Absolvent der Georgia Augusta, will „Diskussionen anstoßen und Menschen dazu anregen, ihren individuellen Freiraum zu nutzen, die eigene Kreativität und gedankliche Unabhängigkeit.“ Thematisert werde, „was Göttinger Studierende und Wissenschaftler mit ihrem Know-how in der Welt verändern können.“
Diese Aussage überzeugte nicht nur die Hochschule, die im Jahr 2007 mit Überlegungen zu einer Werbekampagne begann, sondern auch die Leiter der in Göttingen ansässigen außeruniversitären Forschungsinstitute. Sie sind im „Goettingen Research Council“ zusammengeschlossen und erklärten Anfang 2010 „unisono“, so Universitätspräsident Prof. Kurt von Figura, „diese Aufmerksamkeitskampagne macht nur Sinn, wenn sie Göttingen so darstellt, wie es heute als Forschungscampus aussieht.“ Nun setzen die Akademie der Wissenschaften, die fünf Max-Planck-Insitute, das Deutsche Primatenzentrum und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit der Universität auf „Freiraum für neues Denken“.
Ein Slogan, der bekannt klingt, aber als solcher erstmals in der Werbung verwendet werde, so Kröger bei der Vorstellung der Kampagne im Roten Saal der Historischen Sternwarte am Freitag. „Die Aussage ,Freiraum für neues Denken‘ beschreibt, wozu uns unsere Tradition verpflichtet, wohin uns Innovationen bringen sollen und wofür wir Autonomie benötigen. Sie formuliert einen hohen Anspruch, an dem wir das Ergebnis unseres Planens und Handelns in Zukunft messen lassen wollen“, so Universitätspräsident Figura. Er habe bei Begegnungen mit Wissenschaftlern andernorts festgestellt, dass deren Bild von der Universität Göttingen nicht mit dem der Wirklichkeit übereinstimmte. Die Kampagne solle zum Ausdruck bringen, „Göttingen ist anders“ und anregen, sich zu informieren. Figura räumte ein, dass er ursprünglich nicht viel von so einer Kampagne gehalten habe. Aber wie er seien inzwischen auch andere Kritiker überzeugt, dass die Investition „eines höheren sechsstelligen Betrages“ sich für den Wissenschaftsstandort lohnen werde.
„Spitzenforschung und forschungsbasierte Dienstleistungen brauchen ein aktives und lebendiges Umfeld“, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Primatenzentrums (DPZ), Prof. Stefan Treue. Er nennt Göttingen einen der forschungsstärksten Standorte Deutschlands von dem das Leibniz-Institut DPZ Nutzen habe.
Und auch für die Göttinger Max-Planck-Institute ist die enge Einbindung in die Forschungslandschaft des Goettingen Research Campus von großer Bedeutung: „Wir finden hier eine exzellent funktionierende wissenschaftliche Infrastruktur vor, die wir intensiv für Kooperationen nutzen“, so Prof. Nils Brose, Direktor am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin. Die hiesigen Möglichkeiten seien etwas Besonderes in Deutschland. Um den Vorteil zu erhalten, sei Erfolg im „harten Wettkampf um die besten Leute und Mittel“ wichtig.
Weil das Mediennutzungsverhalten von Studenten und Nachwuchswissenschaftlern das Internet bevorzugt, ist „Freiraum für neues Denken“ vor allem fürs Netz konzipiert. Die Zugriffe auf die Website und die dortigen Kommentare werden ausgewertet, teilte der Leiter der Pressestelle der Universität, Dr. Bernd Ebeling, mit. Er stellte das Angebot der Homepage vor: Informationen zu Hochschule, Instituten und Stadt, Zeitvertreib und Videos. Diese zeigen Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler, die über Freiraum und Göttingen sprechen. Beiträge, die vom Göttinger Campus überzeugen können.

Von Angela Brünjes

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