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Göttingen Burg Wahrenholz: Studenten legen Überreste der mittelalterlichen Anlage frei
Campus Göttingen Burg Wahrenholz: Studenten legen Überreste der mittelalterlichen Anlage frei
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18:40 18.08.2014
Überreste einer mehr als 1000 Jahre alten Burg: Student Tobias vermisst einen Holzbalken an der Fundstelle. Der Balken und weitere Funde sind auf der Karte verzeichnet. Quelle: dpa
Wahrenholz

Kleinwerkzeuge und steinzeitliche Messer deuten nach Ansicht von Frey zudem auf eine lange Besiedlungsgeschichte der Gegend hin. Zuletzt habe es im Jahr 1919 eine Grabung an der Burg gegeben, daher sei ihre Lage bekannt gewesen.

Seit 2011 stehe sie wieder im Fokus der Forschung von Frey und seinem Kollegen Dr. Felix Biermann vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universiät Göttingen. „Mit den neuen Funden lässt sich ihr Alter nun sehr viel genauer bestimmen“, sagte Frey.

Das Besondere an der Wehranlage in Wahrenholz sei die Kombination von historischer Überlieferung und archäologischen Befunden. „Das ist eine absolute Seltenheit aus dieser Zeit.“ Der Ausgrabungsort liegt mitten auf einer landwirtschaftlich genutzten Wiese. „Deswegen und um das historische Denkmal zu schützen, werden wir die Funde wieder verschließen“, sagte Frey.

Schutz des Bistums Hildesheim

Weitere Ausgrabungen seien zurzeit auch aus finanziellen Gründen nicht geplant. „Dennoch hat unsere Arbeit viele Fragen aufgeworfen, die uns noch eine Weile beschäftigen werden.“

Die Burg Wahrenholz wurde nach heutigen Erkenntnissen um das Jahr 1000 von Bischof Bernward von Hildesheim erbaut. Die Burg war Mittelpunkt eines mittelalterlichen Verwaltungsbezirks und sollte dem Schutz des Bistums Hildesheim und der Erschließung des Umlandes dienen. Burganlage und Befestigung fielen schließlich einem Feuer zum Opfer.

epd

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