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Konzerte für Studenten aus Krisenregionen

Carl Firle in Göttingen Konzerte für Studenten aus Krisenregionen

Sein Anschlag ist warm, gefühlvoll und ausdrucksstark. Ein abwechslungsreiches Programm hat Carl Firle (26) am Sonnabend im Clavier-Salon Göttingen geboten. Der angehende Arzt gab vor 40 Zuhörern ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins Studieren ohne Grenzen.

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Stammt aus Göttingen und unterstützt den Verein Studieren ohne Grenzen: Carl Firle.

Quelle: r

Göttingen. „Unser Verein, der vor zehn Jahren in Konstanz gegründet worden ist und 18 Lokalgruppen hat, unterstützt sozial engagierte Studierende in Krisen- und Kriegsregionen mit Stipendien“, berichtet Anne Huchthausen (22), die Sozialwissenschaften studiert. Mit ihren neun Mitstreitern holte sie Firle in dessen alte Heimatstadt Göttingen. Firle gibt in 13 Städten Konzerte.

„Ich habe in den vergangenen zwölf Monaten, während ich mich in Tübingen auf mein Examen vorbereitete, täglich zwei, drei Stunden geübt“, erzählt der Pianist, der alle Stücke aus dem Kopf spielte. Von Johannes Brahms wählte er das lebhafte Capriccio op. 76, Nr. 1 (1871-1878) sowie das innerliche Intermezzo op. 118, Nr. 2 (1893) aus. Er spielte Präludium und Fuge Nr. 1 (1842-1850) von Franz Liszt. Liszt schrieb zwei Orgelstücke von Johann Sebastian Bach fürs Klavier um. Auf faszinierende Weise ahmt er den Orgelklang nach.

Verspielt und voller überraschender Motive sind Allegro, Adagio und Allegro assai aus Wolfgang Amadeus Mozarts Klaviersonate Nr. 12, KV 332 (1783). Auch den nicht so bekannten russischen Komponisten Alexander Skrjabin nahm Firle in sein Programm auf. Der Spätromanitiker verwendet nicht mehr die klassische Harmonik. Die dissonaten Töne fallen aber aufgrund der schönen Melodien nicht sofort auf. In Göttingen erklangen die Acht Etüden, op. 42, Nr. 4 und 5 (1903) und die Zwölf Etüden, op. 8, Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 5 (1894).

Fingerakrobatik leistete der junge Pianist bei Franz Liszts Ungarischer Rhapsodie Nr. 14 Searle 244 (1846). Als Zugabe gab es noch Frédéric Chopins Etüde Nr. 2, op. 25 und Skrjabins Pelude, op. 11, Nr. 10 zu hören. Gerrit Zitterbart, der den Studierenden seinen Salon zur Verfügung stellte, freute sich über die vielen jungen Menschen im Publikum: „Kommen Sie wieder“, warb er.

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