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Göttingen „Cosmic Love Oddity“
Campus Göttingen „Cosmic Love Oddity“
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00:16 03.07.2018
Konzert von "Unicante" im Foyer der Zentral-Mensa Quelle: Habermann
Göttingen

Das Foyer der Zentralmensa war voller Besucher. Von der Bühne erklangen Lieder unter anderem von Billy Talent, David Bowie und Slipknot. Die Verkleidungen der Sänger standen unter den Mottos Weltraum und Science-Fiction. Als Crewmitglieder des Raumschiff Enterprise verkleidet stürmten Chormitglieder die Bühne. Manche traten als Bäume auf, andere als Aliens aus der Sesamstraße. Außer dem Gesang gab es auch schauspielerische Einlagen. Die Chormitglieder hatten Weltraumschiffe gebaut und stellten auf der Bühne eine Verfolgungsjagd in Star-Wars-Manier nach. An der Theke servierten Mitglieder von „Unicante“ Getränke in orangefarbenen Raumanzügen mit NASA-Emblemen.

„Wir haben kein Vorsingen, das macht den Chor für viele attraktiv, die einfach mal reinschnuppern wollen“, sagt Chorleiter Jonas Richter. Die Gruppe sei über die Jahre immer größer geworden. Manchmal werde es schon eng auf der Bühne. „Wenn wir gemeinsam eine Probenfahrt machen wollen, dann müssen wir schon schauen, wo wir mit so vielen Personen unterkommen können und wo wir einen Probenraum finden.“ „Unicante“ probt in der Mensa. „Es ist großartig, dass das Studentenwerk die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt“, sagt der Chorleiter.

Viele Einzelstimmenproben

Die meisten Mitglieder seien Studierende. „Weil der Chor so groß ist, machen wir viele Einzelstimmproben. Bass, Alt und Tenor proben getrennt, um nachher zusammenzukommen. Das Gelernte setzten wir dann zusammen“, erklärt Richter. So könne man Zeit sparen. „Es ist viel Motivationsarbeit vorne nötig, um aus dem Chor viel Ausdruck herauszulocken und Stimmung zu machen“, erläutert der Chorleiter. Manche Mitglieder versuchten, sich in der Masse der Sänger zu verstecken und dann leise singen.

„In der ersten Hälften des Konzerts singen wir Lieder, die die Mitglieder selbst gerne hören“, sagt Richter. Er wähle aus den Vorschlägen der Mitglieder Songs aus. Dabei komme es auch darauf an, welche Qualität das Arrangement habe und, dass die Songs unterschiedlich seien. Sebastian Grosse zum Beispiel arrangierte die A-capella-Version von Slipknots Lied „Vermillion Pt.2“. Der Chor gab auch eine Version des Liedes „Petrus und Rudi Carell“ von der Gruppe „Peilomat“ wieder.

Nach einer kurzen Pause trat der Chor verkleidet auf: „Die zweite Hälfte ist immer thematisch gegliedert“, erläutert der Chorleiter. Viel Applaus gab es für das Star-Wars-Medley und für die Umsetzung von David Bowies „Space Oddity“.

Live-CD vom Konzert

Während des Konzerts wurde eine Live-CD aufgenommen. „Wir nehmen seit Jahren unsere Konzerte auf.“ Jeder, der singen kann, könne mitmachen, erklärt der Chorleiter. „Der Einstieg ist immer zu Beginn des Wintersemesters möglich, das heißt, Mitte Oktober geht es los.“ Anfang des Semester seien manchmal mehr als 300 Leute dabei. „Der Chor muss sich dann immer komplett neu finden.“ Das Motto wird immer ein paar Wochen nach Abschluss eines Konzerts neu geplant.

Von Julian Habermann

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