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DFG fördert Forschergruppe der Universitäten Kassel und Göttingen

Landwirtschaftlicher Wandel DFG fördert Forschergruppe der Universitäten Kassel und Göttingen

Wie verändern sich agrarwirtschaftliche, ökologische und soziale Systeme unter dem Einfluss wachsender (Mega-)Städte? Diese übergreifende Frage untersucht die Forschergruppe FOR 2432, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an den Universitäten Kassel und Göttingen einrichtet.

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Am Stadtrand der indischen Großstadt Bangalore: Nomaden sind mit einer Ziegenherde unterwegs.

Quelle: uks

Göttingen. Die Forschergruppe nimmt ihre Arbeit zum 1. April 2016 auf, das Fördervolumen beläuft sich zunächst auf rund 3,7 Millionen Euro, teilte die Universität Göttingen mit. Eingebunden sind internationale Partner, darunter die University of Agricultural Sciences in Bangalore in Indien, wo die kooperierenden Projekte mit voraussichtlich 1,2 Millionen Euro von indischer Seite kofinanziert werden.

Die enge Beziehung und wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur ist ein grundlegendes Charakteristikum der Landwirtschaft. Konzeptionell erfasst und als Sozial-Ökologisches System bezeichnet wurde diese Beziehung zuerst von Elinor Ostrom, die dafür 2009 als erste Frau den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Aus ökologischer Perspektive wurde das Konzept aufgrund seiner Bedeutung für Ökosystemdienstleistungen bekannt. Die Forschergruppe baut auf diesen Ansätzen auf und führt die unterschiedlichen Sichtweisen unter der übergreifenden Frage nach landwirtschaftlichem Wandel im rural-urbanen Raum zusammen.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen in drei interdisziplinären Forschungsclustern den folgenden Fragen nach:

Wie und warum ändern sich landwirtschaftliche Produktionssysteme und Haushaltsstrukturen in verschiedenen Stadien der Urbanisierung? Wie wirkt sich das physische Wachstum der Stadt auf die Fähigkeit regionaler Ökosysteme aus, Nahrungsmittel und andere Ökosystemdienstleistungen bereitzustellen? Wie verändern sich Austauschprozesse zwischen Agrarökosystemen, zwischen Produzenten und Verbrauchern, entlang landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten oder zwischen verschiedenen sozialen Gruppen im Laufe fortschreitender Urbanisierung? Wie interagieren ökologische und soziale Systeme, wenn gegensätzliche Interessen ländlicher und städtischer Lebens- und Landnutzungsformen aufeinandertreffen? Das Vorhaben mit elf Teilprojekten wird von Prof.  Andreas Bürkert (Universität Kassel) als Sprecher und Prof. Stephan von Cramon-Taubadel (Universität Göttingen) als Co-Sprecher vertreten. pug

www.uni-kassel.de/go/for-2432

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