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DFG fördert Forschungsprojekte der Universität Göttingen

Zwei neue Graduiertenkollegs DFG fördert Forschungsprojekte der Universität Göttingen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland 17 neue Graduiertenkollegs (GRK) ein: zwei sind an der Georg-August-Universität vorgesehen.

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Geld von der DFG für Forschungsprojekte an der Universität Göttingen.

Quelle: dpa

Bonn/Göttingen. Die 17 Einrichtungen werden zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert und erhalten in dieser Zeit etwa 74 Millionen Euro, teilte die DFG mit. Die beiden Göttinger Kollegs beginnen auf den Gebieten der Verhaltensforschung und der Mathematik ab Oktober ihre Arbeit.

Das neue GRK „Verstehen von Sozialbeziehungen“ wird in den kommenden viereinhalb Jahren mit rund 3,7 Millionen Euro unterstützt. Damit wird die strukturierte Ausbildung von 24 Doktoranden ermöglicht. Sprecherin des GRK ist Prof. Julia Fischer, die mit einer Brückenprofessur an der Universität Göttingen und dem DPZ forscht.

Die Wissenschaftler werden das Sozialverhalten von Affen und Menschen untersuchen. Beide leben in komplexen Gesellschaften und müssen Sozialbeziehungen pflegen und steuern. Bislang ist allerdings unklar, wie stark sie sich in ihren hierbei angewendeten geistigen Fähigkeiten unterscheiden.

Am GRK sind Verhaltensforscher, Psychologen, Linguisten und Psycholinguisten der Universitäten Göttingen und Hildesheim und des DPZ beteiligt. „Das Besondere an unserem Graduiertenkolleg ist der interdisziplinäre Ansatz, der den Doktoranden einen breiten Einblick in das Thema geben wird“, so Fischer.

Untersucht wird, wie Kleinkinder, Erwachsene und verschiedene Affenarten soziale Signale wie Gesten und Laute verarbeiten, wie sie Sozialbeziehungen verstehen, nachverfolgen und pflegen sowie ihr Verhalten mit ihren Artgenossen koordinieren.

Das neue GRK „Strukturerkennung in komplexen Daten: Zusammenspiel von Statistik, Optimierung und inversen Problemen“ ist an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen angesiedelt, das Gesamtbudget liegt bei etwa 3,6 Millionen Euro.

Die effiziente Gewinnung wesentlicher Informationen aus komplexen Daten ist eine der wichtigsten Herausforderungen in den angewandten Wissenschaften. Stetig wachsende Kapazitäten zur Erfassung und Speicherung großer Datenmengen erfordern neue methodische Ansätze, um die eingebetteten Informationen zu extrahieren.

„Eines unserer Hauptziele ist die forschungsorientierte Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in angewandter Mathematik an der Schnittstelle von Numerik, Optimierung, Statistik und angewandter Wahrscheinlichkeitstheorie“, erläutert die Sprecherin Prof. Gerlind Plonka-Hoch vom Institut für Numerische und Angewandte Mathematik.

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