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DLR erhält 5,2 Millionen Euro Förderung

Multifokus-Solarturm DLR erhält 5,2 Millionen Euro Förderung

Das Deutsche  Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Jülich erhält von der nordrhein-westfälischen Landesregierung  5,2 Millionen Euro für den Bau eines Multifokus-Solarturms in Jülich. Der zirka 50 Meter hohe Turm wird mit drei Versuchsebenen ausgestattet sein. Dort werden Forscher an besseren Wirkungsgraden von solarthermischen Turmkraftwerken sowie Verfahren zur Herstellung von solaren Treibstoffen arbeiten.

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Solarturm Jülich mit dem großen Spiegelfeld.

Quelle: DLR

Jülich. „Die neuen Forschungsmöglichkeiten durch den Multifokus-Turm am DLR-Standort Jülich sind herausragend. Sie werden innovative neue Arbeitsplätze schaffen und sind ein weiterer wichtiger Baustein für den ‚Solarcampus Jülich‘ und damit auch von großer Bedeutung für die Energiewende ‚made in NRW‘“, sagte Umweltminister Johannes Remmel bei der Übergabe des Förderbescheides. Der neue Solarturm soll in den kommenden drei Jahren neben dem seit 2009 bestehenden Kraftwerks-turm gebaut werden. Auf drei Versuchsebenen, die mit Messtechnik und Versuchsanlagen ausgestattet sind, können die Wissenschaftler in Zukunft mehrere Versuche parallel durchführen. Das bereits existierende Spiegelfeld wird dabei so erweitert, dass es für beide Türme eingesetzt werden kann.

„Mit dem Multifokus-Turm kann das DLR seine Forschung auf dem Gebiet der solarthermischen Stromerzeugung und der Herstellung von solaren Treibstoffen intensivieren. Diese Weiterentwicklungen werden zu einer stärkeren und effizienteren Nutzung der Sonnenenergie beitragen“, sagte Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. Neben dem NRW-Umweltministerium beteiligt sich auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 1,05 Millionen Euro an der Förderung des neuen Turms.

Bei einem solarthermischen Turmkraftwerk lenken bis zu mehrere tausend Spiegel die Sonnenstrahlen auf einen Punkt an der Spitze des Turmes. An dieser Stelle wird die Strahlung in Wärme umgewandelt, am sogenannten Receiver oder auch Strahlungsempfänger entstehen Temperaturen bis zu 1000 Grad. Diese Wärmeenergie wird genutzt, um mit einer Turbine und einem Generator Strom zu erzeugen.

Die Turmtechnologie ist eine vergleichsweise neue Technologie, kommerzielle Kraftwerke sind erst seit wenigen Jahren in Betrieb. Ziel der DLR-Forschungsarbeit ist es, diese Kraftwerke und ihre Komponenten wie zum Beispiel Receiver oder die dazugehörigen Wärmespeicher, weiterzuentwickeln und so die Kosten für die Stromerzeugung zu senken. Darüber hinaus entwickeln DLR-Wissenschaftler auch Verfahren, um mit Sonnenenergie Treibstoffe herzustellen. Solarchemische Reaktoren nutzen dabei Wärmeenergie auf einem Turmkraftwerk zur Erzeugung von Wasserstoff, Methan oder anderen Energieträgern.

Mit dem Projekt kann das DLR seine Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in Jülich ausbauen. Das DLR ist auf dem Gebiet der thermischen Solarkraftwerke die richtungsweisende deutsche Forschungseinrichtung und nimmt eine Architektenrolle in der Entwicklung und Qualifizierung zugehöriger Technologien ein. Die Forscher des Instituts arbeiten zudem an den Herstellungsverfahren von Brenn- und Treibstoffen durch Sonnenenergie. eb

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