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Datenbank zur Mukoviszidose

Forscher sammeln Ergebnisse von Wirkstoffuntersuchungen Datenbank zur Mukoviszidose

Eine Datenbank für Mukoviszidose-Wirkstoffe entwickelt derzeit ein Forscherteam um Dr. Frauke Stanke von den Medizinischen Hochschule Hannover und Dr. Manuel Nietert von der Universitätsmedizin Göttingen.

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Mukoviszidose-Screening: Jedes Jahr werden in Deutschland 200 Kinder mit dem Gendefekt geboren.

Quelle: Stefan Sauer

Hannover/Göttingen. . Sie soll Forschungsergebnisse zu Substanzen enthalten, die bezüglich ihrer Wirkung auf den CFTR-Kanal untersucht werden.

Mukoviszidose ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch eine Störung im CFTR-Gen ausgelöst wird. Es regelt die Bildung des CFTR-Kanals in den Zellen, der an der Regulation des Salz-Wasser-Haushalts der Zellen beteiligt ist. Bei Mukoviszidose ist dieser Kanal gestört. Dadurch bildet sich ein zäher Schleim, der die Funktion wichtiger Organe, wie die Lunge oder die Bauspeicheldrüse, beeinträchtigt. Seitdem dieser Zusammenhang bekannt ist, wird an Möglichkeiten geforscht, die Funktion des CFTR-Kanals zu verbessern.

Das Ziel der „CandActCFTR“-Datenbank (Curated database of candidate therapeutics for the activation of CFTR-mediated ion conductance) ist es, den in diesem Gebiet forschenden eine Übersicht zu geben, welche Wirkstoffe bereits untersucht worden sind. Die gesammelten Informationen über erprobte Wirkstoffe ermöglichen es dann später, aus diesen gezielt abzuleiten, welche Moleküle am besten zur Weiterentwicklung als Therapeutikum geeignet sind.

Der Aufbau der Datenbank erfolgt in Kooperation mit dem internationalen Mukoviszidose-Institut und dem Verein „Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung“. Das Projekt wird von der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 332000 Euro gefördert.

In Deutschland sind rund 8000 Menschen von der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose betroffen. Jedes Jahr werden hierzulande etwa 200 Kinder mit dem Gendefekt geboren. jap

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