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Göttingen 3,7 Millionen Euro für die Chemie an der Uni Göttingen
Campus Göttingen 3,7 Millionen Euro für die Chemie an der Uni Göttingen
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00:30 10.05.2018
„Zugang zu völlig neuen Ansätzen in der Chemie“: Professor Ricardo Mata. Quelle: R
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Göttingen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ein neues Graduiertenkolleg mit dem Titel „Bewertende Experimente für die numerische Quantenchemie (BENCh)“ fördern, teilt ein Sprecher der Universiät mit. Zwölf Promovierende und ein Nachwuchswissenschaftler würden eine finanzielle Förderung für „ihre strukturierte Ausbildung mit einer innovativen Verschränkung von Theorie und Experiment“ erhalten. Das Graduiertenkolleg (GRK) sei eine Initiative der drei Institute der Fakultät für Chemie. Die DFG fördert das „GRK 2455“ ab Januar 2019 zunächst viereinhalb Jahre lang mit insgesamt knapp 3,7 Millionen Euro.

Test in maßgeschneiderten Experimenten

„Computersimulationen sind mittlerweile in der Lage, chemische Prozesse auf einer atomistischen Skala zu beschreiben und vorherzusagen“, erläutert der Sprecher des GRK, Professor Ricardo Mata vom Institut für Phy-sikalische Chemie. Um die zugrundeliegenden Modelle zu verifizieren, benötigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedoch den Test in maßgeschneiderten Experimenten, die an die Grenzen von Spektroskopie und Synthese vorstoßen. „Wir haben an der Fakultät eine hervorragende Expertise, von der heterogenen Katalyse bis hin zu Hochvakuumexperimenten, die uns die Entwicklung der theoretischen Modelle für die kommen-den Jahrzehnte ermöglicht“, so Mata. „Zuverlässige Computersimulationen sind nicht nur ein Mittel, um Kosten zu sparen, sondern eröffnen auch den Zugang zu völlig neuen Ansätzen in der Chemie.“

Besondere Form der Kooperation

„Diese besondere Form der Kooperation zwischen theoretisch und experimentell arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern trägt besonders zu unserem Forschungsschwerpunkt Nachhaltige Chemie bei“, erläutert Professor Philipp Vana, Dekan der Fakultät für Chemie. „Durch die vorgelagerten theoretischen Simulationen können bisher benötigte ressourcenaufwendige Experimentreihen entfallen oder in ihrem Umfang deutlich reduziert werden.“

Von Stefan Kirchhoff

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